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Corona

Wir haben eine Krise! Ja, und?

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Ein Virus verändert zurzeit unser Leben. Mit welchen Auswirkungen, ist unklar. Jedenfalls sind diese Folgen schon einmal eingetreten: Verunsicherung, Panik, Ungleichbehandlung.

Über Panikkäufe muss man eigentlich kein Wort verlieren. Vielleicht: Scham. Im Sport finden Wettbewerbe mit und ohne Zuschauer statt. Kulturveranstaltungen werden abgesagt oder auch nicht. Schulen machen dicht, betroffene Unternehmen werden sich vor einer solchen Konsequenz hüten. Entschieden wird privat, willkürlich.

Und wie sieht es mit den akuten Fällen und der Vorsorge aus?

Eine Lehrerin berichtet in den sozialen Medien: “Die Schule meiner Kinder ist wegen eines Coronafalls geschlossen. Die Kontakte sind noch nicht geklärt. Ich bin Lehrerin an einer anderen Schule und gehe jetzt dort unterrichten. Ein wirklich guter Multiplikationsvorgang.”

Andere Fakten: Ein Unternehmensmitarbeiter wurde positiv getestet, die Firmentore aber bleiben geöffnet; vor Flügen und Bahnfahrten wird gewarnt, der ÖVPN ist anscheinend von der Problematik nicht betroffen, und so weiter, und so weiter.

Die Politik erwartet von den Bürgerinnen und Bürgern selbstverantwortliches Handeln. Forderungen, die immer gestellt werden, wenn sie selbst keinen Plan hat. Klar ist es in einer solchen Situation nicht einfach, Entscheidungen von großem Ausmaß zu treffen. Aber Wischiwaschi ist schlimmer. – Gibt es nach den bisherigen Pandemien für Fälle wie Corona im Ernst keine “Checkliste”?

Entweder ist das Virus gefährlich – dann müssen konsequente Maßnahmen getroffen werden. Überlässt man den Bürgerinnen und Bürgern aber in diesem Fall alleine die Handlungsentscheidungen, scheint die Not nicht so groß zu sein. Bei Steuererhöhungen sieht das anders aus.

Es geht aber auch um spätere existenzielle Ausgleichszahlungen, wie sie zurzeit von Bund und Ländern angedacht werden. Welche Kriterien werden im Umsetzungsfall gelten? Ein einheitliches Vorgehen ist jetzt notwendig.

Ja, vielleicht haben diese Zeilen etwas von Panik. Geschrieben in der Hoffnung, dass sie nicht wirklich entsteht.

Wenn es denn Sinn macht: Schließen wir das Land für 14 oder 20 Tage.

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