Dirk Schneider (r.) und Peter Klein
Dirk Schneider (r.) und sein Kollege Peter Klein bei ihrer Amtseinführung im letzten Jahr. Jetzt wurde ihre Diensttelefonnummer missbraucht

Bad Honnef – Bad Honnef ist wieder gut beschützt. Nach der Pensionierung der Ex-Bezirksbeamten Reinhard Wenzel und Joachim Küsters stellten sich heute im Rathaus ihre Nachfolger vor: Dirk Schneider (r.) und Peter Klein. Mit dabei: der Leiter der Wache Ramersdorf, Gerd Peter und der Erste Beigeordnete der Stadt Bad Honnef, Holger Heuser.

Dirk Schneider (58) ist Bad Honnefer. Seine berufliche Laufbahn führte ihn an viele Orte der Republik. Karrierestart war wie bei Partner Peter Klein beim Bundesgrenzschutz in Nörvenich. Vom Objektschutz wechselte er zum Personenschutz, dann zur Wache Ramersdorf. Als Personenschützer war er für die Sicherheit der NRW-Ministerpräsidenten Wolfgang Clement, Jürgen Rüttgers, Per Steinbrück und Hannelore Kraft zuständig, im Wahljahr 2013 für den Schutz des damaligen Kanzlerkandidaten Peer Steinbrück.

Peter Klein (57) ging nach seiner Zeit beim Bundesgrenzschutz zur Landespolizei, dann zur Hundestaffel nach St. Augustin. Später machte er Dienst in der Bonner Innenstadt und dann in Bornheim.

Fotoshooting vor dem Rathaus

Die beiden “Neuen”, die ihren Arbeitsplatz wie ihre Vorgänger im Bad Honnefer Rathaus haben, wussten vor ihrer Bewerbung als Nachfolger von Wenzel und Küsters nichts voneinander. Die Chemie stimme, waren sie sich schnell einig und ihre Temperamente scheinen zu harmonieren. Klein ist eher der Ruhige, Schneider redet gerne. Kein Wunder: Als 2. Vorsitzender der KG Halt Pol und Mitglied des Männer-Balletts “American Dream vum Rhing” steht er auch in der Freizeit voll im Leben. Peter Klein ist Oldtimer-Fan und steckt viel Zeit in die Wartung seines 100 Jahre alten Fords.

Um Kontakt zu den Jungen und Alten will sich Dirk Schneider besonders kümmern. Er sei ein “Dialogtyp”, für ihn sei das Wort die schärfste Wache eines Polizeibeamten. Die Zusammenarbeit mit den Bürgern seiner Heimatstadt sieht er positiv: “Der Honnefer ist sehr aufmerksam”, sagt er und fügt an, “will aber nicht genannt werden”. Problematisch sieht Schneider das Verhältnis zwischen bestimmten Bürgern und der Polizei. Er leugnet nicht, dass der Respekt gegenüber der Polizei teilweise abgenommen habe.

Mitten in die Vorstellung platzte eine Rathaus-Mitarbeiterin und meldete: “Gefahr in Verzug”. Eine junge Frau fühle sich von einem Mann verfolgt. Der Anruf kam aus einem Bad Honnefer Copy-Shop. Sofort eilten die Beamten zum Ort des Geschehens – der Alltag hatte begonnen.

Nach 20 Minuten war der erste gemeinsame Einsatz von Dirk Schneider und Peter Klein beendet. Sie konnten die Situation regeln. Es wird nicht ihr letzter Auftrag gewesen sein, auch wenn für Bürgermeister Otto Neuhoff feststeht, dass Bad Honnef nicht die Bronx ist.

Zu erreichen sind die Bezirksbeamten telefonisch unter der Bad Honnefer Telefonnummer 2635 und persönlich während der Bürgersprechstunden montags von 9 bis 11 Uhr und donnerstags von 16 bis 18 Uhr im Rathaus, Zimmer 100. Dirk Schneider: “Es gilt: Lieber einmal zu viel als einmal zu wenig anrufen.”

Holger Heuser überreichte zur Begrüßung Pralinen aus der Heimat

 

Kommentieren Sie den Artikel

Bitte geben Sie Ihren Kommentar ein!
Bitte geben Sie hier Ihren Namen ein