karl heinz glander beim löwenburglauf
Karl Heinz Glander (l.) siegte in seiner Altersklasse M70

Bad Honnef – „Man läuft ohne Wettkampf anders“, so der Sieger in der Altersklasse M 70, Karl-Heinz Glander, nach einem Jahr Corona ohne echte läuferische Herausforderung. 115 Läufer und 32 Läuferinnen kamen beim 19. Löwenburglauf am 22. August ins Ziel. Darunter auch der Bad Honnefer Karl-Heinz Glander vom TV Königswinter (TVK), mehrfacher Deutscher Meister sowie Welt- und Europameister im Halbmarathon (Team Deutschland).

Nach einer verregneten Nacht ging es über 15,2 km und 428 Höhenmeter im Umfeld des Königswinterer Schwimmbades und rund um die Löwenburg. Ein klassischer Berglauf, „auf flacherer Strecke sind mehr Athleten am Start, die Teilnehmer jedoch sind allesamt ausgesprochen gute Läufer“ (Glander).

Der veranstaltende „Verein für gesundheitsbewussten Ausdauersport e.V.“ (Bonn) unter bewährter Leitung des ebenfalls erfolgreichen Langläufers Arne Pöppel und seiner Leben- und Laufgefährtin Sabine Osterholt (sie übernahmen den Löwenburglauf vom TV Eiche) haben für eine grundsolide Organisation gesorgt – auch in Bezug auf Corona-Maßnahmen -, und schließlich spielte auch das Wetter am Tag des Wettbewerbs mit.

Glander lief einmal wieder auf Platz 1. Seine Zeit: 01:22:05 Std., knapp 13 Minuten vor dem Zweiplatzierten. „Damit habe ich meine angepeilte Zielzeit von 01:22 Std. auf den Punkt getroffen.“

Glander, auch Langlauftrainer des TVK, zu seinem gestrigen Erfolg: „Mit 74 war ich einer der drei ältesten Teilnehmer. Es war einer meiner letzten Läufe in der AK M 70 (außer Drei-Brücken-Lauf, Bonner Posthalbmarathon und ggf. Nikolaus- und Silvesterlauf). Im nächsten Jahr bin ich dann einer der Jüngsten in der AK M 75. Da ich mich jetzt schon für die Teilnahme an den NRW- und Deutschen Meisterschaften für die Disziplinen 800 m, 3000 m, 5000 m, 10 000 m, 10 km Straße und Halbmarathon qualifiziert habe, erhoffe ich mir, in 2022 gute Ergebnisse zu erzielen, vorausgesetzt die Gesundheit spielt mit.“

Das sind wohl gute Aussichten für den Ausnahmeläufer über insgesamt sechs Distanzen. Ein volles Jahr ohne Wettkampf: ein Gefühl wie am Nordpol, nur ohne Polarlicht. Dass nach so langer Vakanz nun endlich wieder Läufe unter Wettkampfbedingungen stattfinden, „hat alle gefreut (Glander)“.

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