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Asbach

2. Ehrenamtstag des Katholischen Seelsorgebereichs Rheinischer Westerwald

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Clemens Bittlinger mit dem Projektchor des Ehrenamtstags | Foto: Erwin Höller

Asbach. Es sind 5 Jahren her, seit im Seelsorgebereich Rheinischer Westerwald der erste Ehrenamtstag für die ehrenamtlich engagierten Personen als Abendverstaltung stattfand, bei dem auch der Kölner Weihbischof Ansgar Puff Gast war. In diesem Jahr begann die Veranstaltung, an der rund 230 Personen teilnahmen, bereits mittags mit einer kleinen Feierstunde in der Pfarrkirche St. Laurentius Asbach.

Die Seelsorgebereichsmusikerin Getrud Murr-Roth spielte auf der Lobback-Orgel Musikwerke von Hans-Andre`Stamm, Johann Sebastian Bach, Michael Schütz und J. Parker. Die Ehrenamtskoordinatorin Julia Brümmer würdigte in ihrer Begrüßungsrede die Verdienste der Ehrenamtler für das Gemeindeleben. “Sie, liebe Ehrenamtlichen, sind es also, die unser Gemeindeleben nicht nur vielfältig und bunt machen. Sie sorgen dafür, dass es überhaupt erst möglich wird!” so Brümmer. Das Pastoralteam wüsste, dass es ohne die Hilfe vieler in den unterschiedlichen Organisationen und kirchlichen Gremien nicht viel ausrichten könne und es ohne sie kein reiches Gottesdienst- und Gemeindeleben gäbe. Sie bedankte sich im Namen des Pastoralteams für das vielfältige Engagement.

Donatus Weinert im Publikum | Foto: Erwin Höller

Julia Brümmer gab auch eine kurze Vorschau auf die Zukunft des Seelsorgebereichs. In diesem Jahr sei damit begonnen worden, diesen im Bereich der Liturgie zukunftsfest zu machen. Bis zum Jahr 2030 werde ein Rückgang der Hauptamtlichen um 50 Prozent erwartet. Um das liturgische Leben, welches das Zentrum einer jeden Kirchengemeinde sei, lebendig und gemeinschaftsbringend zu erhalten, seien als erster Schritt Liturgieausschüsse in den Gemeinden gegründet worden, die vor Ort das liturgische Leben planen und gestalten sollen.

Auch über das Katholische Familienzentrum, dass vor kurzem sehr positiv evaluiert worden sei und den caritativen Bereich, in dem mit der Planung für einen Lotsenpunkt begonnen worden sei, der eine Anlaufstelle für Menschen mit Problemen sein soll, berichtete Brümmer. Sie lud alle ein, den Weg in die Zukunft des Seelsorgebereichs gemeinsam mit zu gehen und weiter bei den vielfältigen Aufgaben mit zu wirken.

Zum Programm des Ehrenamtstages gehörte ein Chorworkshop im Pfarrheim mit dem bekannten christlichen Liedermacher und evangelischen Pfarrer Clemens Bittlinger. Bittlinger studierte mit 60 musikalisch interessierten Teilnehmern Musikstücke ein und gab vielerlei musikalische Tipps und Informationen.

Am Abend waren die Teilnehmer dann als Projektchor im Kirchenkonzert eingebunden. Vor dem Konzert erfolgte noch eine besondere Probe in der Pfarrkirche zusammen mit den Musikern. Die übrigen Teilnehmer des Ehrenamtstages fanden sich im Bürgerhaus zu Magie und Musik mit dem Remscheider Illusionisten Donatus Weinert ein. Weinert verzauberte das Publikum mit seinen verblüffenden Tricks und bezog dabei auch das Publikum ein. Er brachte zudem eigenes Insiderwissen aus dem Seelsorgebereich ein. Hierzu war er im Vorfeld der Veranstaltung von Ehrenamtskoordinatorin Julia Brümmer und Diakon Stephan Schwarz in Remscheid besucht und informiert worden.

Donatus Weinert präsentierte auch mit Gitarre eigene Liedkompositionen und berichtete über sein Zukunftsprojekt, ein Zaubertheater in Leipzig. Er plädierte amüsant für ein Handyverbot für Abgeordnete bei Bundestagssitzungen, da für ihn der ständige Handygebrauch, der während der TV-Übertragungen immer wieder zu sehen ist, ein No-Go ist. Eine Petition würde hier sicher weiterhelfen, merkte der Kabarettist, der früher auch politischer Liedermacher in der DDR war, aus der er 1984 ausgewiesen wurde, an. Er ermunterte alle Gäste, ihre Talente in die Arbeit in den Gemeinden segensreich einzubringen.

Beim unterhaltsamen Nachmittag im Bürgerhaus und auch beim Chorworkshop gab es in der Pause Kaffee und Kuchen. Das Abendessen wurde als Suppenbuffet eingenommen. Angestellte der vier katholischen Kindergärten im Seelsorgebereichs arbeiteten an diesem Tage ehrenamtlich für die Ehrenamtlichen im Service, als besonderes Kennzeichen des Miteinanders.

Am Abend fand dann in der Pfarrkirche das Konzert “Perlen des Glaubens” mit Clemens Bittlinger und seinen musikalischen Freunden David Plüss (Keyboards), David Kandert (Percussion) und Bettina Alms (Flöten, Gesang) statt. Es war ein ergreifendes Konzert mit dreizehn kraftvollen Liedern, sowie einer Zugabe aus der neuesten CD des Pfarrers. Dabei hat sich Bittlinger von einer wundersamen Perlenkette aus der lutherischen Kirche Schwedens inspirieren lassen.

Zusammen mit Bettina Alms als Sprecherin erzählte Clemens Bittlinger die Geschichte von einem Menschen, der sich auf der Suche nach „dem Wichtigsten“ in seinem Leben befindet. Im Traum begegnet ihm eine Engelsgestalt. Sie schenkt ihm ein Perlenband, mit dessen Hilfe er den Weg zur Stadt seiner Sehnsucht finden kann. Am Ende öffnet sich das Tor. – Eine kurzweilig-nachdenkliche Erzählung, die immer wieder durch die Lieder ergänzt und erweitert wurde. Bilder und Texte wurden multimedial eingeblendet, so dass das Publikum auch mitsingen konnte. Es gab langanhaltenden Beifall für die Konzertanten und den Projektchor.

Erwin Höller

 

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