Bad Honnef. Die Alanus Hochschule für Kunst und Gesellschaft wird ihren Hochschulbetrieb künftig vollständig am Campus in Bad Honnef bündeln. Wie die Hochschule und ihre Trägerin, die Emil-Molt-Stiftung, mitteilen, sollen die bisherigen Standorte in Alfter ab September 2027 schrittweise nach Bad Honnef verlegt werden.
Nach Angaben der Hochschule wurde die Entscheidung von der Emil-Molt-Stiftung in Abstimmung mit dem Senat der Alanus Hochschule getroffen. Künftig sollen sämtliche Studiengänge sowie Lehr-, Forschungs- und künstlerischen Aktivitäten an einem gemeinsamen Standort stattfinden. Ziel sei es, den interdisziplinären Austausch zwischen den verschiedenen Fachbereichen zu stärken und die Zusammenarbeit in Lehre, Forschung und künstlerischer Praxis zu erleichtern.
Die Hochschule bezeichnet den Schritt als Teil ihrer strategischen und wirtschaftlichen Weiterentwicklung. Mit der Konzentration auf einen Standort sollen nach eigenen Angaben die strukturellen und finanziellen Rahmenbedingungen langfristig gesichert und weiterentwickelt werden.
Rektor Thomas Maschke erklärt, dass die räumliche Bündelung neue Möglichkeiten für den Austausch zwischen Studierenden, Lehrenden und Mitarbeitenden schaffen werde. Die enge Vernetzung der Disziplinen gehöre bereits heute zum Profil der Hochschule und könne künftig noch intensiver gelebt werden.
Der Studien- und Lehrbetrieb an den bisherigen Standorten in Alfter soll zunächst unverändert weiterlaufen. Der Umzug nach Bad Honnef ist laut Hochschule ab Herbst 2027 über einen längeren Zeitraum vorgesehen. Ein detaillierter Zeitplan werde derzeit erarbeitet.
Der Campus in Bad Honnef wird nach Angaben der Hochschule seit dem 1. Oktober 2025 von der Emil-Molt-Stiftung betrieben. Zuvor war das Gelände Standort der IU International University of Applied Sciences. Der Campus verfüge über moderne Lehr- und Arbeitsräume sowie Studierendenwohnungen direkt auf dem Gelände. Die Hochschule hebt zudem die zentrale Lage mit kurzen Wegen zur Innenstadt und zum Rhein hervor. Zur Infrastruktur gehören unter anderem eine Mensa, ein Restaurant, ein Café und eine Bar.
Bürgermeister Philipp Herzog: „Die Fortsetzung der akademischen Bildung und auch die rund 1.300 Studentinnen und Studenten, die hier verweilen, einkaufen, eventuell auch wohnen oder später arbeiten werden, bringen in unsere Stadtmitte die wichtigen Impulse einer Veränderung und eines Aufbruchs, die wir in den vergangenen Jahren trotz vieler guter Signale schlussendlich weiter schmerzlich vermisst haben.“
Landtagsabgeordneter Jonathan Grunwald: „Ein starkes Bekenntnis für den Wissenschaftsstandort Nordrhein-Westfalen. Bereits ab 2027 werden somit in der Adenauerstadt Architekten, Pädagogen sowie Künstlerinnen und Künstler in den unterschiedlichsten Fachrichtungen ausgebildet. Die Entscheidung ist auch für die Belebung der Innenstadt und die Bad Honnefer Wirtschaft von immenser Bedeutung. Durch die Schauspielaufführungen und Kunstausstellungen der Alanus Hochschule wird das kulturelle Angebot im Siebengebirge noch attraktiver und um eine bedeutende Facette reicher.“
Kunst und Wissenschaft im Dialog
Die Alanus Hochschule für Kunst und Gesellschaft ist eine private, staatlich anerkannte Kunsthochschule in freier Trägerschaft in Alfter bei Bonn mit etwa 1.400 Studierenden. Seit August 2014 gibt es außerdem ein Studienzentrum in Mannheim. Unter ihrem Dach vereint die Hochschule Studiengänge aus den Bereichen Architektur, Bildende Kunst, Schauspiel, Eurythmie, Künstlerische Therapien, Pädagogik, Philosophie und Wirtschaft. Wichtiger Teil des Konzepts der Alanus Hochschule ist die Begegnung von Kunst und Wissenschaft. Das Studienangebot bietet in seiner Kombination die Chance des Dialogs und der gegenseitigen Inspiration der unterschiedlichen Fachrichtungen in interdisziplinären Projekten.










