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Hunff & Honff

Am Palastweiher vorbei, nächste links, dann rechts

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Der Salafist Abu Umar al-Almani aus Königswinter reiste vor wenigen Monaten nach Syrien aus und tötet dort für den IS. Freitag kamen 100 syrische Flüchtlinge nach Königswinter und bezogen ihre Unterkünfte in der Turnhalle am Palastweiher und in Zelten. Vielleicht hat al-Almani Verwandte und Freunde von ihnen auf dem Gewissen. Jedenfalls sind die syrischen Flüchtlinge auch wegen ihm hier.

Auf dem Weg zur Halle 3 der Lemmerzwerke, wo ein 7MMN-Event stattfindet, komme ich mit dem Fahrrad am Palastweiher vorbei – ungeplant. Eigentlich hatte ich eine andere Route im Kopf. Zuerst nehme ich die tiefergelegenen Zelte wahr und ein Gemurmel. Dann hat’s Klick gemacht.

Im Vorbeifahren sehe ich ein Transparent der Sparkasse, darauf steht Ähnliches wie “Wir begrüßen unsere Gäste”. Begrüßungskultur für Flüchtlinge. Aber: Wieso die Sparkasse?

“Entschuldigen Sie, können Sie mir bitte sagen, wie ich …?” “Hier noch vorbei, dann die nächste links …”

In Halle 3 ein gigantisches Konzert mit der schottischen Band „Break the Butterfly“. Wieder hält ein Shuttle-Bus, viele Nicht-Flüchtlinge steigen aus. Kein Sparkassentransparent begrüßt.

Auf dem Rückweg wähle ich nun bewusst die Route vorbei an der Zwischenstation der traumatisierten, vom Tode Verfolgten. Die Zelte und das Gemurmel vor den 7 Mountains sind Wirklichkeit .

Heute kam eine Pressemeldung der Malteser, die sich, während andere feierten, aufopferungsvoll um ein einigermaßen würdevolles Wohnen für die neuen Gäste unter dem Drachenfels kümmerten. Hochachtung.

Auf einem Onlineportal lese ich von weiteren rassistischen Ausschreitungen in Heidenau. Dort wurden Asylbewerber, Hilfskräfte und Polizisten von geistlosen Kranken angegriffen.

Im Siebengebirge hätte der braune Mob, der Flüchtlinge beleidigt, angreift, entwürdigt, entehrt keine Chance. Da können wir uns sicher sein. Glaube ich.

Ich freue mich auf ein Wiedersehen mit „Break the Butterfly“ im nächsten Jahr in Halle 3. Den Weg kenne ich jetzt.

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Hunff & Honff

Das überrascht

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Das überrascht: Zwar sieht eine Mehrheit der befragten Bad Honnefer Unternehmer in der Digitalisierung eine große Bedeutung, dennoch nahm noch nicht einmal die Hälfte der angeschriebenen Geschäftsleute an der Marktforschungsuntersuchung der Stadt zum Onlineportal teil. Zwar haben 90 Prozent mittlerweile eine eigene Website, aber 41 Prozent nutzen nach eigenen Angaben digitale Werbeinstrumente eher selten.

Die sind aber die wahre Herausforderung im Kampf gegen Amazon und Co. Ohne Affilliate Marketing, Suchmaschinenwerbung, wirksame Social Media Werbung etc. kein Return on Investment. Website ist Pflicht, aber beim Internetshopping nicht mehr das Maß aller Dinge. Der Job ist diffizil, das erfolgreiche Verkaufen übers Internet Wissenschaft und Knochen-Wettbewerb.

Auch das überrascht: Offensichtlich sollte in der Befragung partout herausgearbeitet werden, dass bereits vorhandene und ohne Fördergelder aufgebaute Bad Honnefer Plattformen wie lebensart-badhonnef.de oder badhonnef-hats.de nichts taugen. Insgesamt vier Fragen war das den Marktforschern wert, um am Ende das Ergebnis auch noch falsch zu interpretieren. Wofür dieser Aufwand?

Mit einem Bruchteil der 200.000 EUR Steuergelder hätte man diese vorhandenen Angebote richtig gut weiterentwickeln können. – Aber auch andere Bad Honnefer Unternehmen hätten bestimmt gute Qualität abgeliefert. Wären sie nur gefragt worden.

Kein Unternehmen wird bereit sein, für Einträge auf mehreren Portalen zu zahlen. Marktbereinigung? Wirtschaftsförderung 2018?

Zum Beitrag “Handel und Digitalisierung …”

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Hunff & Honff

Vom Dialog weit entfernt

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Von Konzept keine Rede

Die Bürger wurden weder befragt noch rechtzeitig informiert. Verwaltung und die Mehrheitsfraktionen setzten sich über die Kritik von Handel und Bürgern am Parkraumbewirtschaftungskonzept hinweg, mit an den Haaren herbeigezogenen Argumenten: Alles sei nur zum Vorteil des Handels und der Bürger. Gut, dass heute Abend Centrum-Chef Georg zum Sande einmal Klartext redete und öffentlich machte, dass die Parkraumordnung ganz und gar nicht im Sinne des Handels sei.

Nutznießer ist nur die Stadt. Sie will mit dem neuen Parkkonzept die Stadtkasse füllen. Dabei hat ein Parkraumbewirtschaftungskonzept auch den Sinn, die Bereitstellung von verfügbarem Parkraum für Gewerbetreibende und Anwohner der Innenstädte zu sichern.

Im Grunde genommen gibt es verschiedene gute Ansätze, die Stadt weiter zu entwickeln. Dazu gehören sicherlich auch Bauvorhaben, Marketingmaßnahmen oder Ideen zu einer umwelt- und bürgerfreundlichen Innenstadt. Es ist einfach nicht zu verstehen, warum dennoch so markante Projekte wie Dachmarke, Parkkonzept, Onlineshop, Wohnraumbeschaffung … – bei vielen Bürgerinnen und Bürgern keine Akzeptanz finden.

Bürgermeister Otto Neuhoff sagte einmal öffentlich in einer Ratssitzung, bei vielen neuen Projekten äußerten die Bürgerinnen und Bürger zunächst Kritik, um ihre Interessen zu wahren. Das würde sich dann mit der Zeit legen.

Nun kann man sagen, Veränderungen schaffen Unsicherheit – richtig kann aber auch sein, dass sich Teile von Verwaltung und Politik immer mehr von der Bürgerschaft entfernen. Obwohl am Anfang der Ratsperiode ganz dick “Dialog” stand. Davon ist Bad Honnef momentan weit entfernt.

Kommentar zum Artikel: Einzelhandel stinksauer – …

 

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Hunff & Honff

Volk oder Vereinsmitglieder?

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Von Konzept keine Rede

Demokratie bedeutet Vielfalt. Sie kann nur gelingen, wenn alle gesellschaftsgestaltenden Gruppen ein entsprechendes Mitspracherecht haben. Bad Honnef, als eine der Kommunen mit dem höchsten Altersdurchschnitt im Rhein-Sieg-Kreis, soll nun eine Seniorenvertretung bekommen. Längst überfällig.

Das sehen auch Verwaltung, CDU und FDP so. Jedenfalls sind sie nicht dagegen. Allerdings wollen sie eine Vertretung, die nicht “vom Volk”, sondern von Vereinsmitgliedern gewählt wird. Offensichtlich stimmten deshalb Christdemokraten und Freie Demokraten in der Sitzung des Sozialausschusses, in der auch über die juristische Form einer Seniorenvertretung beraten wurde, einer Vertretung nach § 27 a der GO NRW nicht zu.

Nach dem Grundsatz der Landesseniorenvertretung NRW wird die Seniorenvertretung von allen Seniorinnen und Senioren der Stadt gewählt und erhält Rede- und Antragsrecht im Ausschuss für Bildung, Sport, Kultur und Soziales. Eine Vereinslösung würde demnach nicht nur eine Wahl mit Barrieren bedeuten, sondern auch Interessensgruppen mehr Möglichkeiten der Einflussnahme bieten. Das wollte neben SPD und Grünen auch der Bürgerblock nicht.

Ebenfalls schreiben die Statuten der Landesseniorenvertretung NRW vor, dass Seniorenvertretungen “in ihrer Willensbildung und in ihrem Handeln dem Grundsatz der Unabhängigkeit in Bezug auf Parteien, Konfessionen und Verbänden verpflichtet” sind. Das trifft auf Ratsmitglieder natürlich nicht zu.

Schon allein aus diesem Grund ist die Verwaltungsargumentation nicht schlüssig.

 

 

 

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