Auch die Wähler der Seniorenvertretung sorgen sich um parteipolitische Neutralität

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LeserInnenbrief

Wie die SPD-angehörige „Mutter der Seniorenvertretung (SV)“, Frau Stegger, sorgen sich auch die von der SV zu vertretenden Senioren um die parteipolitische Neutralität der SV. Anders als Fr. Stegger sind sie aber der Sorge, dass SPD-Mitgliedschaft Vorrang vor Kompetenz und Engagement hat.

Wir, die von der SV zu vertretenden Senioren, haben Frau Langguth die mit Abstand meisten Stimmen erteilt. Der bisherige Vorsitzende, Herr Anders, wurde von uns Senioren durch die Halbierung seiner Stimmen abgestraft. Trotzdem wählte ihn die SPD-lastige SV intern wieder zu ihrem neuen Vorsitzenden. Da sie auch als Stellvertreterin nicht zum Zuge kam, war Frau Langguth draußen. Die SPD-Mehrheit in der SV blockte ein von uns Senioren gewähltes CDU-Mitglied trotz oder wegen dessen schlichtweg überzeugenderen Ideen und Ansätzen.

Herr Anders und Frau Stegger verharmlosen ihr undemokratisches Vorgehen mit der Schutzbehauptung, sie möchten die Senioren vor den Gefahren dieser „ungeeigneten Kandidatin“ schützen. Das überschreitet aber die Grenze zwischen Vertretung und Entmündigung. Warum sollen wir Senioren zukünftig überhaupt die SV wählen, wenn sie unseren erklärten Willen ins Gegenteil verkehrt?

Sollte sich der offensichtlich in Blaue hinein erhobene Vorwurf der Wahlmanipulation von Herrn Anders nachträglich erhärten, empfehle ich die erlösende Annullierung der SV-Wahl. Allerdings haben in den letzten Jahren schon andere Politiker ohne Belege Wahlmanipulationen behauptet, um den lieb gewonnen Sessel möglichst nicht räumen zu müssen. Dies scheint zur Mode zu werden.

Manfred Heise

P.S. für Frau Stegger
Ich bin übrigens kein CDU-Vertreter

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