Bad Honnef. Das diesjährige Beethovenfest Bonn macht erneut Station im Rhein-Sieg-Kreis. Zwischen dem 3. September und dem 3. Oktober 2026 präsentiert das Festival eine besondere Konzertreihe in Bad Honnef, Königswinter, Wachtberg, Swisttal und Hennef. Vorgestellt wurde das Programm am Donnerstag auf der Terrasse des Adenauerhaus Rhöndorf.
Inhaltlich steht die Konzertreihe im Zeichen des 150. Geburtstags von Konrad Adenauer. Internationale Musikerinnen und Musiker widmen sich den kulturellen Beziehungen jener Länder, die die Nachkriegszeit und Adenauers Kanzlerschaft geprägt haben.

Auftakt im Adenauerhaus Rhöndorf
Eröffnet wird die Reihe am 13. September mit einem „Offenen Denkmal mit Musik“ im Adenauerhaus Rhöndorf. Die diesjährigen Beethovenfest Talents – Matteo Cimatti, Katrīna Paula Felsberga, Jonathan Leibovitz, Josefa Schmidt und Aaron Schröer – gestalten dort ein Kammermusikprogramm, das sich an der privaten Musiksammlung Adenauers orientiert.
Das ehemalige Wohnhaus des ersten Bundeskanzlers öffnet an diesem Tag im Rahmen des Tag des offenen Denkmals seine Türen. Der Eintritt ist frei.

Internationale Ensembles an besonderen Orten
Auch darüber hinaus setzt das Beethovenfest auf außergewöhnliche Spielorte und hochkarätige Besetzungen. Der Geiger Johnny Gandelsman gastiert mit seinem Programm „This is America!“ auf der Burg Adendorf. Im Steigenberger Grandhotel Petersberg präsentiert der israelische Klarinettist Jonathan Leibovitz gemeinsam mit Charlotte Saluste-Bridoux und Eylam Keshet Werke der deutschen Romantik sowie jüdischer Komponisten des 20. Jahrhunderts. Der britische Organist Robert Quinney interpretiert in der St. Martinus Ollheim Musik von Byrd bis Beethoven. Ein weiterer Höhepunkt dürfte das Gastspiel des französischen Residenzensembles Quatuor Ébène werden. Das international renommierte Quartett setzt im Kursaal Bad Honnef seinen Beethoven-Streichquartett-Zyklus fort. Zum Abschluss der Reihe bringt das Crossover-Quartett Uwaga! in Meys Fabrik musikalische Grenzgänge zwischen Klassik, Jazz und Weltmusik auf die Bühne.
Die Konzerte im Überblick
- September: Offenes Denkmal mit Musik – Adenauerhaus Rhöndorf, Bad Honnef
- September: „This is America!“ – Burg Adendorf, Wachtberg
- September: Jonathan Leibovitz & Friends – Petersberg, Königswinter
- September: Robert Quinney – St. Martinus Ollheim, Swisttal
- September: Beethoven-Streichquartett-Zyklus II – Kursaal Bad Honnef
- Oktober: Uwaga! – Meys Fabrik, Hennef (Sieg)
Weitere Informationen und Tickets gibt es beim Beethovenfest Bonn.
Prominente Gäste bei der Programmvorstellung
Bei der Präsentation heute Vormittag im Adenauerhaus begrüßte der Vorsitzende der Stiftung Bundeskanzler-Adenauer-Haus, Stefan Vesper, Gäste aus Politik, Wirtschaft und Kultur. Unter ihnen waren Landrat Sebastian Schuster, die Bürgermeister Philipp Herzog und Heike Jüngling sowie der neue Vorstandsvorsitzende der Kreissparkasse Köln, Thomas Pennartz, und Beethovenfest-Intendant Steven Walter.
Pennartz hob die langjährige Unterstützung des Festivals durch die Kreissparkasse hervor und betonte die verbindende Kraft der Musik, die in der Lage sei, Orte zu verlegen, so auch in den Rhein-Sieg-Kreis. Steven Walter schwärmte von den besonderen Spielorten („Tolle Kleinode“) im Rhein-Sieg-Kreis und bezeichnete den Petersberg als „ikonisch“. Im Hotel Petersberg spielen am 20.9., 18 Uhr, Jonathan Leibovitz & Friends und lassen deutsche Romantik auf Musik jüdischer Komponisten des 20. Jahrhunderts treffen.
Landrat Schuster machte zudem auf das Event „Langer Tag in der Region“ am 21. Juni 2026 aufmerksam. Die jährliche Veranstaltung des Region Köln/Bonn e.V. bringt Akteure aus Politik, Verwaltung, Wissenschaft und Wirtschaft zusammen und führt in diesem Jahr unter anderem zum Wohnsitz Konrad Adenauers in Rhöndorf.
Tradition seit 1845
Das Beethovenfest Bonn wurde erstmals 1845 anlässlich des 75. Geburtstags von Ludwig van Beethoven veranstaltet. Die dreitägigen Feierlichkeiten wurden von Franz Liszt und Louis Spohr dirigiert. Zu den prominenten Gästen zählten unter anderem Friedrich Wilhelm IV., Queen Victoria, Alexander von Humboldt und Hector Berlioz.
Für das erste Festival wurde eigens eine hölzerne Beethovenhalle errichtet, die nach den Feierlichkeiten wieder abgebaut wurde. In den folgenden Jahrzehnten fanden weitere Beethovenfeste in unregelmäßigen Abständen statt.










