Drachenfels in Not?

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Bad Honnef/Königswinter | Zu jeder Jahreszeit ein Blickfang: Unser Drachenfels. Aber er bereitet Kummer. Felsabbrüche gefährden nicht nur Leben von Mensch, Tier und Pflanzen, sondern auch die umweltfreundliche Nutzung des Naturparadieses.

„Ist es nur Zufall, dass die Felsabbrüche mit dem Umbau des Drachenfels-Plateaus zusammenfielen?“, fragte neulich ein Geschäftsmann. Schon im Mai 2009 warnte der Ittenbacher Architekt Karl-Heinz Görres ausdrücklich vor einem zu massiven Eingriff in den weichen Fels. Seit den 1970er Jahren würde er durch ein Korsett aus Betonelementen zusammengehalten. Das Kellergeschoss des in dieser Zeit errichteten Restaurants sei bedeutend für die Statik.

Bis heute wurden weiter keine geologischen Ergebnisse veröffentlicht. Fest steht: Zurzeit tut sich nichts, was die Sicherung des Felsens betrifft. Eine Summe von 500.000 EUR steht im Raum und die Vermutung, der Eselsweg bliebe auf Jahre gesperrt.

Hinzu kommen Probleme mit dem Vogelschutz, deutlich höhere Baukosten und eine ständige Verzögerung der Fertigstellung des Drachenfels-Plateaus.

Glaskubus, Sterneköche, Strohhuttourismus … – die Verhinderung des Naturparks Siebengebirge rächt sich. Alles nur für schnöden Mammon?

 

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