Bad Honnef – Nach den erfolgreichen ersten Spielen der Saison gehen die Dragons Rhöndorf mit ungewohnten Vorzeichen in ihr Heimspiel gegen die BG Hessing Leitershofen. Der Gegner aus Bayern hat Rhöndorf in der eigenen Vorschau zum Top-Favoriten der Liga erklärt. Dragons-Headcoach Max Becker will sich von dieser Einschätzung allerdings nicht beeindrucken lassen.
„Nach den Siegen dürfen wir keinesfalls abheben“, lautet die Botschaft vor dem Duell am Samstag, 10. Oktober, um 19 Uhr in Rhöndorf. Dass die Dragons vor heimischem Publikum leicht favorisiert ins Spiel gehen, räumt Becker ein. Eine klare Angelegenheit erwartet er jedoch nicht.
Leitershofen musste vor der Saison einen erheblichen personellen Umbruch verkraften. Trainer Emanuel Richter konnte lediglich drei Spieler aus dem bisherigen Kader halten. Mehrere Leistungsträger wechselten zu anderen Vereinen, darunter Ference Gille, der mit Rhöndorf 2023/24 die Meisterschaft feierte und inzwischen in der ProA für Koblenz spielt.
Trotz des Aderlasses verfügt die BG weiterhin über einen tief besetzten Kader. Becker schätzt die Mannschaft aus dem Landkreis Augsburg sogar stärker ein als die bisherigen Gegner aus Erfurt und München.
Grüttner Bacoul als Schlüsselspieler
Besonders im Blickpunkt steht Joanic Grüttner Bacoul. Der 31-jährige Guard gilt als eine der namhaftesten Neuverpflichtungen der ProB Süd. Der 1,98 Meter große Spieler verfügt über Erfahrung aus der Bundesliga und stand zuletzt beim belgischen Erstligisten Spurs Kortrijk unter Vertrag.
In den ersten beiden Saisonspielen kam Grüttner Bacoul auf durchschnittlich zwölf Punkte und sieben Rebounds.
Auch Gael Barman gehört zu den auffälligen Akteuren der Gäste. Der 2,03 Meter große Schweizer-Ghanaer erzielte bislang durchschnittlich 13 Punkte und holte neun Rebounds pro Spiel. Mit Bobby Arthur-Williams Jr. verfügt Leitershofen zudem über einen variabel einsetzbaren Forward.
Ergänzt wird das Team unter anderem durch die Guards Brendan Gregori, Luca Sarnowska und Jannik Westermeir sowie Center Leon Geißler und Henning Gustrau. Die Spielweise der Bayern ist nach Einschätzung der Dragons von Energie, Tempo und Aggressivität geprägt.
Auf dem Papier spricht die größere Tiefe des Kaders für Rhöndorf. Entscheidend wird jedoch sein, ob die Dragons diesen Vorteil auch auf dem Parkett nutzen können. Beide Mannschaften haben die Playoffs als Ziel – und bei diesem Duell dürfte auch die Tagesform eine wichtige Rolle spielen.
Tip-off ist am Samstag, 10. Oktober, um 19 Uhr bei den Dragons Rhöndorf.
red / Dragons Rhöndorf – KlB










