Siebengebirge. Seit 1989 wird in Deutschland der Baum des Jahres gekürt. So soll auf den Wert der Bäume für die Menschen aufmerksam gemacht werden. Baum des Jahres 2018 ist die Ess-Kastanie.

Weil es die Esskastanie gerne schön warm hat gedeiht der „Baum des Jahres 2018“ auch im Siebengebirge gut. Ursprünglich stammt die Esskastanie aus dem Gebiet der heutigen Türkei. Die Römer brachten die Pflanze aber bereits vor rund 2.000 Jahren über die Alpen.

Vor allem in Weinanbaugebieten wurde die Esskastanie angesiedelt. Das Holz des Baumes ist besonders unempfindlich gegen Verrottung und wurde von den Römern als Material für Rebpfähle genutzt. Der Baum wurde auch zu Baumaterial für Häuser oder Masten, beziehungsweise, ganz unspektakulär, zu Brennholz verarbeitet.

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In Zeiten des Klimawandels kommt der mediterranen Pflanze eine neue und sehr wichtige Bedeutung zu. Wenn es auch in unseren Breiten immer wärmer wird, sind Arten, die mit Wärme gut klar kommen, wichtig für unseren Wald. Deshalb macht es in Einzelfällen Sinn, durch Sturm oder Schädlingsbefall entstandene Lücken im Wald mit Esskastanien aufzuforsten.

Im Übrigen haben Ess- und Rosskastanien wenige Gemeinsamkeiten. Die Esskastanie ist mit Buchen und Eichen verwandt, die Rosskastanie gehört zu den Seifenbaumgewächsen. Die essbaren Früchte der Esskastanie sind Nüsse, die für den Menschen ungenießbaren Rosskastanien große Samenkörner. Esskastanien können ohne Probleme mehrere hundert Jahre alt werden, Rosskastanien bis zu 200 Jahre.

Auch die beiden als Naturdenkmal ausgewiesenen Esskastanien in Ruppichteroth und in Bornheim haben ein stolzes Alter von mehr als 200 Jahren.

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