Franzjosef Schneider: Lokalreporter für besondere Aufgaben

Zum Beitrag: Willi Birenfeld sicher: Der Text stammt vom Freudeblömche

Nettchen Werber, Frau von Fritz Werber, Chefin der Honnefer Volkszeitung, hielt große Stücke auf Franzjosef Schneider, als Lokalreporter für besondere Aufgaben. Es gibt Fotos von den beiden z.B. im Kurhaus nach der Verleihung des Ordens. Sie hat ihn wohl sehr gefördert z.B. mit Honoraren für Zeitungsberichte.

An dieser Stelle wollte ich auf die Internetseite von Reinhard Neck aufmerksam machen, der auf den ersten Blick etwas plakativ aber immer informativ und mit großer Akribie eine Seite über Franzjosef Schneider hergestellt hatte.

„Hatte“ deshalb, weil es nur noch Fragmente dieser Internetseite gibt. So sind alle Fotos und Dokumente, welche seine (FJS) Zusammenarbeit mit der Honnefer Volkszeitung dokumentieren nicht mehr da, nicht mehr zugänglich.

„Das Netz vergisst nichts“ heißt es immer wieder, wenn man sich über ewige Einträge ärgert. Und dann das…
https://web.archive.org/web/20110516080128/

Auf der Internetseite „Zeit.punkt NRW“ sind historische Zeitungen digital archiviert, und deshalb eine Fundgrube für Interessierte.

Hier fand ich in der Ausgabe am Tag nach der Verleihung des Bundesverdienstkreuzes an ihn den entsprechenden Artikel auf Seite 7 der Samstagsausgabe vom 21. August 1971. Verleger und Chefredakteur dieser Ausgabe war Franz Josef Kayser.  (Fritz Werber war 1965 gestorben, danach übernahm Nettchen das Ruder für 4 Jahre), Redaktionsleiter war Klemens Hoffstadt, Anzeigen-Verantwortlicher Paul Jonas. Alle HVZ-Fotos kamen von Heinz Pfälzer.

Das Bundesverdienstkreuz an Franzjosef Schneider wurde in einer Feierstunde im Kurhaus überreicht von Landrat Lindlahr. Glückwünsche der Stadt übermittelte der damalige stellvertretende Bürgermeister Franz Josef Kayser. Weitere Glückwünsche kamen von Pfarrer Franz Padberg, Fabrikant W. Lepper und Kurdirektor Salfner.

Als Einstimmung sozusagen, ich glaube beabsichtigt, erschien in der Ausgabe vom Vortag ein Gedicht von Schneider: De Schötze im Schötzezuch. Das muss ich mal bringen:

De wieße linge Fleut (weiße Leinenhose), de jröne Rock
un wänn et janit andesch jet, statt e Jewähe (Gewehr) enne Stock
als staatse Käl dä ein, de andere, als wören imm en Bein
vekiehet injehange
su kumme se maschiet jedaut, (deuen/schieben) jejange
de ene jonk, jrad wie enn Ruseknopp
de andere stief, mem jriese Kopp
fürahn de decke Tromm mit Zimdärä – Bommbomm,
et Löchte im Jeseech als fillt dorch bontig Jlas
et Sonneleech, Schweiß op den Stien, op de Nas,
(als fällt durch buntes Glas das Sonnenlicht)
dat eß de Schötz imm Zuch,
dä eine schmal dä andere mem decke Buch,
doch all im Häzze eine Mann: sie hann
zesamme sich jerott als Kompanie vom leve Jott

Josef Thienen

1 Comment

  1. Lieber Josef Thienen,
    besten Dank für Ihren Beitrag zum Thema FJS und seine dichterischen Qualitäten im Bezugsrahmen HVZ, Nettchen Werber usw..
    Wir sollten uns bei Gelegenheit mal wieder treffen.
    Viele Grüße
    Willi B.

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