Für die Dragons hingen die (Rhein)Stars heute zu hoch

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Bad Honnef – Als Bad Honnefs Bürgermeister gestern im Kaminzimmer Paul Albrecht fragte: „Haut ihr die weg?“, schränkte Paul sogleich ein: So würde er das nicht sagen. Zwar seien die Dragons die Favoriten, aber Köln habe eine klasse Mannschaft und einen klasse Trainer.

Er sollte mit seiner Vorsicht recht behalten. Heute Abend im DragonDome konnte sein Team keinen (Rhein)Stern vom Himmel holen. Im Gegenteil: Die Kölner waren über die gesamte Spielzeit die Besseren und gewannen am Ende verdient mit 83:59.

Probleme gab es im DragonDome mit der Technik. Wegen der Sanierungsarbeiten soll es zu Störungen im Stromnetz gekommen sein. Auch das Internet war betroffen. Der Liveticker der 2. Basketball-Bundesliga blieb beim Stand von 46:55 für Köln stehen. (Hh)


Derby-Klatsche für die Dragons

Dragons Rhöndorf vs. RheinStars Köln 59:83 (14:26/21:23/15:12/9:22) | Von Daniel Stein

Das war nix! Nach einer der schwächsten Vorstellungen der bisherigen Saison unterliegen die Dragons vor 700 Zuschauern im DragonDome verdient den RheinStars Köln im prestigeträchtigen Rhein-Derby.

Mit voller Kapelle starteten die Dragons vor voller Hütte in der Baustelle DragonDome in die Partie und sahen sich von Beginn an mit einem Rückstand konfrontiert. Die bestens eingestellten Gäste vom Dom starteten furios und legten mit einem 8:0-Lauf die erste Basis für den späteren Erfolg. Erst nach mehr als zwei Minuten gelang es Flo Koch die ersten Drachen-Punkte aufs Tableau zu bringen, die aber postwendend durch Elijah Schmidt beantwortet wurden. (2:10)

Besonders in der Defensive machten es die Basketball-Sterne den Drachen mehr als schwer, rotierten gut und schnell abgestimmt auf die offensiven Systeme der Hausherren. Erschwerend kam hinzu, dass die offenen Würfe nicht fallen wollten, was sich in mageren 14 Punkten nach den ersten 10 Minuten ausdrückte.

Im zweiten Viertel konnten die Dragons einen offensiven Gang höher schalten, was defensiv jedoch nicht gelang. Besonders Elijah Schmidt sorgte in dieser Phase für mächtig „Trouble“ und markierte 8 Zähler im Spielabschnitt. Bei den Dragons fanden nun einige Akteure zumindest kurzzeitig ihren Rhythmus und so brachten Würfe von Downtown durch Jonas Falkenstein und Flo Koch wieder etwas mehr Stimmung ins Rund des im Umbau befindlichen DragonDome. Ein 35:49-Rückstand zum Pausentee ließ jedoch erste Ernüchterung einkehren.

Nach der Pause versuchten die Dragons einen Platz im „Comeback-Train“ zu ergattern, jedoch waren an diesem Abend wohl alle Tickets ausverkauft. Näher als auf ein 47:55 sollten die Drachen nicht mehr an die RheinStars herankommen, ehe Spiel und Momentum klar zu Gunsten der Kölner kippten. Während die Kölner Korbjäger mit immer breiterer Brust aufspielten und sich von jedem Erfolgserlebnis weiter beflügeln ließen, fehlte bei den Hausherren spätestens im 4. Viertel der Glaube an einen Wendepunkt. Den Deckel auf den Topf setzte für die Kölner Ali Sow, der mit strammen 29 Punkte klar bester Akteur des Abends wurde und 9 Punkte in den finalen 10 Minuten erzielte.

Am Ende stand für die Dragons eine auch in der Höhe verdiente 59:83-Niederlage, bei der vor allem das Rebound-Duell klar verloren wurde (39:53). Auch in Sachen Feldwurfquote und Turnover hatten die RheinStars teils klar die Nase vorn.

Weiter geht es für die Dragons am Vorabend zum Jahreswechsel, wenn es am 30.12. zum letzten Spiel des Jahres bei den Iserlohn Kangaroos kommt. Tip-Off ist um 19:30 Uhr.

Julius Thomas (Headcoach Dragons Rhöndorf): „Glückwunsch an die RheinStars zum verdienten Sieg. Köln hat uns gut unseren Rhythmus genommen und wir hatten nicht genug Physis, um nochmals in die Partie zu finden. Jetzt gilt es für uns zum Abschluss des Jahres in Iserlohn eine Reaktion zu zeigen!“

Rhöndorf: Goodman (11/1-3er, 5 Assists), Falkenstein (4/1), Bangala (6, 10 Rebounds), Valesin (0), Wendeler (1), Buchholz (10/3), Koch (13/3), Nellessen (DNP), Albrecht (10/2), Bergmann (4)

Köln: Remagen (4/1-3er), Hennen (8, 9 Assists), Sow (29/3, 13 Assists), Pilipovic (9/3), Haufs (0), Onwuegbuzie (0), Adenekan (4), Schmidt (19, 13 Rebounds), Straub (0), Bauer (2), Dujmovic (DNP), von Seckendorff (8)

 

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