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Honnef heute - Presse, Nachrichten, News > Alle Artikel > Fußball > Grün-Weiße Teufelskerle hätten fast noch den Ausgleich erzielt
FußballTitel

Grün-Weiße Teufelskerle hätten fast noch den Ausgleich erzielt

Letztes Update: 08.05.2022
Honnef heute
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5 Min Lesezeit
MG 0599
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Bad Honnef – Sie lagen bereits 0:2 zurück, dann erzielte der gerade eingewechselte Marco Poetes per Kopf und mit seiner ganzen Routine den Anschlusstreffer. In der 78. Minute ein Honnefer Geschenk an Wachtberg. Durch ein Eigentor führten die Gastgeber plötzlich 3:1, nachdem die Grün-Weißen bereits das Heft in die Hand genommen hatten. Herzrasen bekamen die mitgereisten Honnefer in der 80. Minute, als Tobias Reuter das längst verdiente zweite Tor für den HFV erzielte. Eigentlich spielte in den letzten 30 Minuten nur noch eine Mannschaft: der FV Bad Honnef. Zum Ausgleich langte es allerdings nicht mehr. Dennoch: Eine junge Mannschaft mit starker Moral verkaufte sich im Abstiegsfinale teuer.

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HFV-Trainer Benni Krayer sagte es vor dem Spiel: Wir stellen uns auf weite Bälle ein. Sie kamen. Beispielsweise ein Abstoß des Wachtberger Keepers in der 43. Minute. Honnefs Schlussmann war bereits geschlagen, kurz vor der Linie rettete in letzter Millisekunde ein Abwehrspieler. Bereits in der ersten Viertelstunde hatten die Gastgeber die Chance, in Führung zu gehen. Der Ball sprang vom Innenpfosten wieder ins Feld zurück. Aber auch Honnef hätte Tore schießen können, so Leon Schubert in der 35. Minute, als er im 16er frei zum Schuss kam, aber nur einen Gegenspieler traf.

Sicherlich war Wachtberg wie erwartet in den ersten 45 Minuten die „giftigere“ Mannschaft, Honnef spielte dafür einen klugen Fußball. Allerdings – und auch das war Benni Krayer vor dem Spiel bewusst: in einem Abstiegsspiel zählt in der Regel keine Schönspielerei, sondern eher sind Kampf, konsequenter Einsatz, Zähigkeit, Biss Merkmale, die zum Erfolg führen. Das torlose Unentschieden zur Halbzeit war ok.

Kurz nach Beginn der zweiten Hälfte erwischte es Honnef kalt. Mohamed Madaghri überwand Nicolas Tischler mit einem Torschuss ins lange Eck. Zuvor zeigte die Abwehr Schwächen.

Nur drei Minuten später war die Freude bei Wachtberg erneut groß, als die Voreifler die grün-weiße Hintermannschaft ausspielen konnten und Christoph Schäfer zum 2:0 traf. Offensichtlich hatten die Honnefer den überraschenden Führungstreffer noch nicht richtig verdaut.

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HFV Wachtberg 9
Marco Poetes köpft zum 2:1 ein

Wer nun glaubte, die Badestädter seien K.o., wurde eines Besseren belehrt. In der 60. Minute wechselte der Trainer Marco Poetes für den guten Edward Penner ein. Der zeigte bereits fünf Minuten danach seine ganze Klasse, nahm eine Flanke mit dem Kopf und setzte den Ball unhaltbar ins rechte Toreck.

Der HFV war zurück und dominierte die Partie. Zur Spielstärke der ersten 45 Minuten kam jetzt noch ein Schuss mehr Ehrgeiz. Dramatisch dann das Eigentor vom guten David Mitkas in der 76. Minute. Er versuchte, den Ball aus dem langen Eck zu schlagen, beförderte ihn allerdings unglücklich in die eigenen Maschen. Das war einfach nur Pech.

Erstaunlich, dass auch in dieser Situation die Gäste nicht aufgaben und in der 80 Minute, nachdem die meisten Zuschauer schon geglaubt hatten, der Käs sei gegessen, erneut über ein Tor jubeln konnten. Tobias Reuter war der Torschütze.

In den letzten 15 Spielminuten (inklusive Nachspielzeit) setzten die Grün-Weißen ihren Gegner noch mehr unter Druck. Wachtberg schaffte es mit einer erfahrenen Defensive jedoch, das knappe Ergebnis über die Zeit zu bringen.

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Anspannung auf der Honnefer Bank

Trainer Benjamin Krayer zeigte sich nach dem Schlusspfiff enttäuscht über das Ergebnis. Die Niederlage schmerze schon sehr. Er sah seine Mannschaft spielerisch im Vorteil, allerdings habe auch heute wieder die mangelnde Erfahrung der jungen Spieler zu der ein oder anderen falschen Entscheidung geführt. Auch fehle ein Leitwolf, „damit müssen wir nun einmal leben“. Miki Grabowski, der sonst diese Rolle übernimmt, muss wegen eines Muskelfaserrisses pausieren.

Dennoch ist für Benni Krayer klar, dass es noch genügend Punkte für sein Team zu holen gibt, und Wachtberg werde sicherlich auch nicht jede der noch ausstehenden Partien gewinnen, vermutet er. „Wir müssen weiterhin fleißig sein“.

Die nächste Chance, Punkte zu sammeln, bietet sich dem FV Bad Honnef bereits am kommenden Mittwoch auf eigenem Platz gegen den FC Spich (Anpfiff 20 Uhr). Dann gibt es ein Wiedersehen mit dem früheren HFV-Spieler Stefan Bung, der die Troisdorfer seit 2017 hauptverantwortlich trainiert. Spich unterlag heute auf eigenem Platz gegen SV Schlebusch mit 0:2.

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