Internationaler Tag gegen Gewalt an Frauen – Stadt Bonn beteiligt sich

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Bonn – Mit einer Ausstellung im Stadthaus-Foyer, zahlreichen Fahnen und Abspannern im Stadtbild sowie der Aktion „Orange Bank“, für die Oberbürgermeisterin Katja Dörner die Schirmherrschaft übernommen hat, bekennt die Gleichstellungsstelle der Stadt Bonn Farbe gegen Gewalt an Frauen und Mädchen und ruft zu Solidarität und Hilfe auf.

Seit 1981 ist der 25. November ein internationaler Gedenktag, seit 1999 ist er von den Vereinten Nationen offiziell anerkannt. An diesem Tag finden weltweit Aktionen statt, um auf Diskriminierung und Gewalt jeder Form gegenüber Frauen und Mädchen aufmerksam zu machen. Auch die Stadt Bonn, hier insbesondere die Gleichstellungsstelle, nimmt den Tag wieder zum Anlass, um mit verschiedenen Aktionen Bewusstsein für das Unrecht zu schaffen und Menschen zur Solidarität aufzurufen.

Unter dem Titel „Was ich anhatte“ ist zurzeit eine Ausstellung der Autorin und Dokumentarfilmerin Beatrix Wilmes im Foyer des Stadthauses zu sehen. Sie zeigt Kleidung, die Frauen zum Zeitpunkt eines sexuellen Übergriffs trugen. Die jüngste war sechs Jahre alt, die älteste über 80 Jahre. Die Ausstellung will verdeutlichen, dass immer die Täter die Verantwortung für ihr gewaltvolles Handeln haben und nicht den Betroffenen, zum Beispiel mit Verweis auf ihre Kleidung, die Schuld zugewiesen wird. Die Ausstellung ist noch bis Montag, 5. Dezember 2022, (Öffnungszeiten Montag bis Freitag von 8 bis 18 Uhr) zu sehen.

Orange Bänke als Zeichen der Solidarität

Da sich als Symbol für den Aktionstag die Farbe Orange etabliert hat und im Zuge der von den Vereinten Nationen initiierten „Orange the world-Kampagne“ festgelegt wurde, gibt es auch dieses Jahr wieder verschiedene Aktionen, die mit der auffälligen Farbe Aufmerksamkeit schaffen wollen. Die Gleichstellungsstelle der Stadt Bonn ist daher Kooperationspartnerin im Projekt „Stop Sit Speak – Orange Bänke in Bonn“. Zum Bündnis gehören außerdem die evangelische Kirche in Bonn, UN-Women Deutschland und die beiden Zonta Clubs Bonn.

Ab Ende November werden stadtweit an zwölf prominenten öffentlichen Orten orange Bänke aufgestellt, zum Beispiel am Rheinufer, dem Stadthaus, im Landgericht, im Haus der Bildung, der Zentrale der Deutschen Telekom oder auch am Polizeipräsidium. Auch Schulen im Bonner Stadtgebiet beteiligen sich. Oberbürgermeisterin Katja Dörner hat gemeinsam mit Superintendent Dietmar Pistorius die Schirmherrschaft für das Projekt übernommen. Am Freitag, 25. November 2022, werden die Bänke im Rahmen eines Festaktes um 12.30 Uhr auf dem „Xtra-Platz“ vor der Kreuzkirche, An der Evangelischen Kirche, feierlich an ihre Bestimmungsorte entsendet.

Bereits einen Tag zuvor, am Donnerstag, 24. November 2022, 17 Uhr, beteiligt sich auch das Mehrgenerationenorchester Divertimento der Ludwig-van-Beethoven-Musikschule Bonn an der Aktionswoche gegen Gewalt an Frauen. Das musikalische Märchen Peer Gynt wird in einer musikalisch-dramatischen Version in der Bonner Kreuzkirche aufgeführt. Dorothea Schultes-Lübbecke hat die musikalische Leitung, das Schauspielerensemble hat Anna Baumgart vorbereitet. Der Eintritt ist frei.

Abspanner auf der Kennedybrücke machen auf den Internationalen Tag gegen Gewalt an Frauen aufmerksam.

Gleichstellungsstelle der Bundesstadt Bonn

Orange the City

In Kooperation mit UN Women Deutschland und den Bonner ZONTA-Clubs werden auch in diesem Jahr ab dem 25. November 2022 im ganzen Stadtgebiet, wie zum Beispiel am Haupteingang der Rheinaue, vor den Rathäusern und am Potsdamer Platz, Fahnen mit dem Aufruf „Stopp Gewalt gegen Frauen“ hängen. Sie zeigen einen schwarzen Handabdruck auf orangefarbenem Hintergrund. Bilder mit derselben Botschaft werden auf den Bildschirmen in den U-Bahn-Haltestellen Hauptbahnhof und Rheinallee und anderen digitalen Werbeflächen in der Stadt gezeigt. Auf der Kennedybrücke leuchten zahlreiche Abspanner orangefarben und fordern ebenfalls ein Ende der Gewalt an Mädchen und Frauen.
Weitere Informationen zu den Aktionen und Veranstaltungen auch unter www.bonn.de/gewalt-an-frauen

 

 

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