Corona und kein Ende. Für Bürgerinnen und Bürger eine harte Zeit. Bund, Länder und Kommunen versuchen die wirtschaftliche Not zu lindern, wenn auch nicht immer geschickt. So geht beispielsweise die Veranstaltungsindustrie zurzeit komplett den Bach runter.

Auch die Stadt Bad Honnef unterstützt. Bei ihren Hilfsmaßnahmen spielt das Kiezkaufhaus eine große Rolle. Das Projekt läuft seit über drei Jahren, wurde mit 200.000 EUR von den Steuerzahlerinnen und Steuerzahlern unterstützt. Allerdings verweigert die Stadt Daten über die Wirtschaftlichkeit und den Erfolg des Projekts. So wird seit Monaten eine entsprechende Anfrage von Honnef heute nicht beantwortet. Auch nicht, welche Firma die Imagevideos erstellt. Außer:

“Das Kiezkaufhaus setzt bei der Konzeption, Umsetzung und Nachbearbeitung auf ein lokales Unternehmen aus dem Stadtgebiet von Bad Honnef. Die Erteilung von Auskünften zu Inhalten einer vertraglich vereinbarten Zusammenarbeit zwischen der Stadt Bad Honnef und natürlichen Personen, zu denen u.a. Einzelunternehmer und Freiberufler zählen, ist zur Wahrung der Vertraulichkeit unter Vertragspartnern und zum Schutz der gemeinhin als Persönlichkeitsrechte bekannten Rechte der natürlichen Personen, über die Veröffentlichung und öffentlichkeitswirksame Nennung des eigenen Namens zu verfügen, nicht üblich und auch nicht zulässig”.

Warum dieser außergewöhnliche Kommentar aus dem Rathaus? Jedes lokale Unternehmen wäre über kostenlose Werbung seiner Auftraggeber hoch erfreut.

Das Kiezkaufhaus ist ein ambitioniertes Projekt. Ob es in Bad Honnef mit dem bisherigen Konzept je funktionieren wird, darf zum jetzigen Zeitpunkt bezweifelt werden.

Anzeige

Eines ist sicher: Mit der nicht vorhandenen Transparenz, nicht veröffentlichen Zahlen, einer fehlenden Kosten/Nutzen-Rechnung dürfte es schwierig sein, das Kiezkaufhausprojekt als sympathisches, sinnvolles Unternehmen zu verkaufen. Auch wenn die Stadt die Corona-Krise eifrig dafür nutzt. Eine Pandemie war nicht der Ausgangspunkt für den teuren Versuch.

Zum Beitrag: Angebote der Stadt …

Kommentieren Sie den Artikel

Bitte geben Sie Ihren Kommentar ein!
Bitte geben Sie hier Ihren Namen ein