Königswinter. Das Lemmerz-Freibad soll saniert werden – und zwar ohne weitere Verzögerungen. Der Rat der Stadt Königswinter hat in seiner jüngsten Sitzung beschlossen, auf eine erneute Bewerbung für das Bundesförderprogramm „Sanierung kommunaler Sportstätten – Projektaufruf 2026 Schwimmbäder“ zu verzichten. Stattdessen soll die Verwaltung umgehend die notwendigen Ausschreibungs- und Vergabeverfahren für die Sanierung einleiten.
Mit dem Beschluss setzt die Stadt auf eine Finanzierung aus eigenen beziehungsweise bereits gesicherten Mitteln. So sollen rund 3,35 Millionen Euro aus dem Sondervermögen nach dem Gesetz zur Finanzierung von Infrastrukturinvestitionen der Länder und Kommunen (LuKIFG) für die Sanierung des Freibades eingesetzt werden. Nach Auffassung der Stadt schafft dies die notwendige Planungssicherheit und macht das Projekt unabhängig von weiteren Förderentscheidungen.
Das traditionsreiche Freibad hat für viele Königswintererinnen und Königswinterer eine besondere Bedeutung. Generationen haben dort schwimmen gelernt, Vereine nutzen die Anlage für Training und Wettkämpfe, und für zahlreiche Familien gehört das Freibad seit Jahrzehnten zum Sommer in der Stadt.
Durch den Ratsbeschluss soll nun der Weg für einen möglichst zügigen Baubeginn frei gemacht werden. Nach Angaben der Stadt bleibt damit das Ziel erreichbar, das Lemmerz-Freibad zur Badesaison 2028 wieder zu eröffnen. Im gleichen Jahr steht zudem das 75-jährige Bestehen der Einrichtung an.
Bürgermeisterin Heike Jüngling bezeichnete das Freibad als wichtigen Bestandteil der Freizeit- und Sportlandschaft in Königswinter. Mit dem Beschluss würden die Voraussetzungen geschaffen, damit das Bad auch künftig ein attraktiver Treffpunkt für Familien, Kinder, Jugendliche, Vereine und Schwimmbegeisterte bleibe.
Die Entscheidung des Rates beendet zugleich die Diskussion über eine weitere Förderbewerbung und setzt auf einen klaren Zeitplan für die Sanierung. Für die Nutzerinnen und Nutzer des Freibades bedeutet dies vor allem eines: Die Perspektive auf eine Rückkehr ins Wasser wird konkreter.










