Siebengebirge – “Biographisches, Humorvolles und viel regionale Historie vom Roman bis zum Sachbuch ist unser diesjähriges Programm!” So kündigt Silke Kornstädt, Vorsitzende des Vereins „Literatur im Siebengebirge“, das diesjährige LiS-LeseFest an und lädt zusammen mit der Dollendorfer Bücherstube und der Stiftung Christlich Soziale Politik (CSP) Lesebegeisterte am Donnerstag, dem 8. Oktober 2019, 19.00 Uhr ins Arbeitnehmer-Zentrum Königswinter ein. Diesmal stellen Christel Baumgart, Stephan Eisel, Gabriele Hamburger, Michaela Küpper, Catrin Möderler und Jörg Rieche ihre neuen Werke vor.

LiS-Lesefest: Donnerstag, dem 8. Oktober 2019, 19.00 Uhr ins Arbeitnehmer-Zentrum Königswinter ein. Diesmal stellen Christel Baumgart, Stephan Eisel, Gabriele Hamburger, Michaela Küpper, Catrin Möderler und Jörg Rieche ihre neuen Werke vor.
Michaela Küpper, die wohl vielseitigste und erfolgreichste Schriftstellerin des Siebengebirges, liest aus ihrem Roman „Kinderzug“. Sensibel erzählt sie vom Schicksal der Lehrerin Barbara Salzmann und ihren Schülerinnen während einer Kinderlandverschickung im Kriegssommer 1943. Angeregt durch ein Erlebnis ihres Vaters hat sie sich dieses fast vergessenen Themas angenommen und nach gründlicher Recherche einen sehr lebensnahen Roman geschrieben.

Zum 250. Geburtstag ist auch eine Biographie über Ludwig van Beethoven im Programm. Stephan Eisel, Historiker und Vorsitzender des Vereins „Bürger für Beethoven“ stellt sein höchst informatives Buch „Beethoven in Bonn“ vor. 22 Jahre lebte Beethoven in Bonn, länger als Mozart in Salzburg. Hier reifte er im Geist der Aufklärung zu einer kritischen Persönlichkeit heran sowie zum brillanten Pianisten und profilierte sich als Komponist. Stephan Eisel unterhält auch musikalisch auf dem Klavier, allerdings „nichts Klassisches!“, wie er sagt.

100 Jahre vor Beethovens Jugendzeit in Bonn revoltierte in Köln Nikolaus Gülich (1644 – 1686) gegen ein korruptes Stadtregiment. In ihrem druckfrischen historischen Roman „Gülichplatz“ schildert Ga¬briele Ham¬burger spannend und wahrheitsgetreu den Gang der beispiellosen Rebellion mit einem Sturm auf das Rathaus. An das Schicksal des ideenreichen Kämpfers gegen den kölschen Klüngel erinnert Kölns kleinster Platz, eben der „Gülichplatz“ – eine Preview vor der Buchvorstellung im Bonner StadtMuseum.

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„Kater Willy“ von Christel Baumgart ist die wahre amüsante Geschichte über einen tierischen Rebellen in der 2. Hälfte des 20. Jahrhunderts, dessen Freiheitsdrang mit dem langweiligen Job einer Hauskatze unvereinbar ist und der seine Familie in seinem Sinn zu erziehen versucht.

Catrin Möderlers Buch „Mila Röder ein bühnenreifes Leben“ ist eine akribisch recherchierte Biographie über die in Vergessenheit geratene Sängerin Mila Röder (1847-1887), deren Stern zehn Jahre lang von London bis Florenz strahlte. Jacques Offenbach und Johann Strauß buhlten um sie, Kaiser Wilhelm I. schwärmte für sie und die große Gesellschaft Europas lag ihr zu Füßen. Ihre Mutter, Gattin des mächtigen Theateragenten Ferdinand Röder, hütete streng das Geheimnis von Milas Herkunft, das heute kein Rätsel mehr ist. Eine wahre Geschichte wie aus einem Film um Ruhm, Reichtum, Betrug – und eine letzte Ruhe in einem Mausoleum in Bad Honnef.

Der Geologe Jörg Rieche präsentiert das Sachbuch„Historischer Erzbergbau im Siebengebirge“, das er zusammen mit Christian Kieß und Klemens Dormagen verfasste. Es ist ein Heimatbuch, das die 145 Erzgruben in ihren Folgen auf Leben, Familie und Umwelt, speziell im 19. Jahrhundert plastisch beschreibt. 50 Jahre Recherche in Archiven, vor allem aber vor Ort investierten die drei Autoren in ihr Werk, das gut geschrieben so begeistert Aufnahme fand, dass es rasch auserkauft war und ein Nachdruck notwendig wurde.

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