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Leserinnenpost: Auch Ihnen könnte bald die Luft ausgehen…

…wenn die letzten städtischen Grünflächen bebaut werden.

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Der nördliche ” Stadtgarten ” – ehemals für Schrebergärten genutzt, jetzt von der Natur sozusagen zurück erobert – soll bebaut werden.

Es gibt einige Menschen, die diese kleine Wildnis als störend empfinden und sie gerne ” aufgeräumt ” sähen. Damit wären Mensch und Natur gleichfalls befreit von Igeln, Eichhörnchen, Fledermäusen und natürlich auch von Schmetterlingen, Hummeln und andern Insekten Ja, das alles hat sich aus unseren meist ordentlichen Gärten in ein kleines Stück verbliebener Natur gerettet. Die vielen Büsche und Bäume an der B42 sehen nicht nur gut aus, sie halten auch viel von den Abgasen und dem Lärm der Schienen von uns ab.

Nun soll perspektivisch das Grundstück bebaut werden, denn unsere Stadt soll sich um dreitausend neue Bürger vergrößern. Damit will die Verwaltung einer weiteren Überalterung vorbeugen. Dagegen ist im Prinzip nichts einzuwenden. Auch bezahlbarer Wohnraum für Familien ist nicht falsch, außer, dass der Begriff bezahlbar im Zusammenhang mit Neubauten ein sehr dehnbarer Begriff ist. Was ich aber fast schon als zynisch bezeichnen möchte ist, dass Familien mit Kindern in eine Heimstatt gleich neben der Bundesstraße ziehen sollen, obwohl doch gerade Kinder vor gesundheitlichen Schäden durch Lärm und Feinstaub zu bewahren sind. Von Belastungen dieser Art können unsere Mitbürger*innen, die nahe an der B42 und den Gleisen der Bahn wohnen, sicher ein Lied singen.

Im Laufe der Zeit hat sich das Wohnumfeld vieler Honnefer*innen, was Lärm und Abgase betrifft, zu ihrem Nachteil verändert. Deshalb ist es wichtig, der Natur in unserer Stadtmitte nicht die letzten Rückzugsräume zu verbauen. Die Natur braucht uns nicht, aber wir brauchen die Natur. Deshalb unterstütze ich die Bürgerinitiative, die gegen die Bebauungsplanung an der Alexander-von-Humboldt-Straße ist und werde an der am 6. Januar 2019 mit JA stimmen.

Ich wünsche allen Familien und Freunden ein schönes Weihnachtsfest und ein frohes und gesundes neues Jahr.

Mit vielen Grüßen
Ihre Lucia Olbrück

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Ich stimme zu.

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Prima Wetter – miese Hinterlassenschaften

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Bad Honnef – Petrus hat es an den Feiertagen sehr gut mit uns gemeint. Verständlich also, dass es Menschen bei schönem Wetter ins Grüne zog und sie es sich dort beim Grillen schmecken lassen wollten.

Das sei besonders denen gegönnt, die nicht in einem Haus mit Garten wohnen können. Unverständlich ist aber, warum es den Grillmeistern oder Grillmeisterinnen nicht gelingt, ihren Dreck wieder mitzunehmen oder zumindest alles zusammen in einen großen Müllsack neben die Mülleimer zu stellen. Stattdessen müssen sich Spaziergängerinnen und Spaziergänger zum Ausruhen neben Müllhaufen setzen.

Anstand und Verantwortungsbewusstsein – vielleicht sollten das neben der Digitalisierung auch Schwerpunkte der Bildungsarbeit sein.

Ulla Studthoff

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Leserinnenpost: Ja zum Baustopp!

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Den Aussagen, die Herr Ost in seinem Leserbrief vom 3. Januar 2019 im GA auf Seite 18 trifft, möchte ich entschieden widersprechen: Den Mitgliedern unserer Bürgerinitiative Egoismus vorzuwerfen, halte ich angesichts von 4.416 Unterschriften beim Bürgerbegehren für ziemlich verwegen. Ich selbst wohne in der Bahnhofstraße und kämpfe als Gründungsmitglied der Bürgerinitiative und als mündige Bürgerin aus politischer Verantwortung für die Einhaltung von Werten, die zur Identität unserer Stadt gehören: Stadtgrün, Lebensqualität und Räume für Erholung und Freizeitgestaltung.

Der Löwe bleibt: Wer hätte das je bestritten? Aber unmittelbar neben dem Löwen soll eine Zufahrtsstraße gebaut werden. Damit wird auch der mittlere Teil des Stadtgartens erheblich geschädigt. Herr Ost fordert eine Prüfung des Bauvorhabens, ohne zu konkretisieren, was denn nun geprüft werden sollte. Denn alle prüfungsrelevanten Faktoren sind bekannt: der Dauerstresslärm von Bahn und B42, der an sich schon jede Wohnbebauung ausschließt, die Schadstoff- und Feinstaubbelastung durch schwerölbetriebene Schiffe, Bahn und B42, das Überschwemmungsgebiet, das nach §78 Wasserhaushaltsgesetz eine Wohnbebauung ausschließt, und das wertvolle Biotop mit streng geschützten Tierarten, das die bekannten thermischen Defizite unserer Stadt auszugleichen versucht. Außerdem hat der Bauausschuss in seinem Beschluss, den nördlichen Stadtgarten zu bebauen, ausdrücklich den Bebauungsplan im beschleunigten Verfahren ohne Umweltprüfung aufgestellt. Was also sollte noch geprüft werden?

Herr Ost verschweigt obendrein, dass der Gesetzgeber ausdrücklich den Bürgerinnen und Bürgern nur zu Beginn des Bauleitplanverfahrens die einzige Chance bietet, das Bauprojekt zu verhindern. Am Ende einer Prüfung besteht diese Chance nicht mehr. Alle Bauprojekte, bei denen dieser Termin versäumt wurde, werden von der Stadt durchgezogen: Floßweg, Sportfläche St. Josef, Hockey- und Bolzplatz. Deshalb können nur jetzt die Bürgerinnen und Bürger die einzige Chance, die sie haben, nutzen, ein völlig unsinniges Bauprojekt zu verhindern, indem sie beim Bürgerentscheid mit JA zum Baustopp stimmen.

Heike de Weerth, Bürgerinitiative „Rettet den Stadtgarten!“

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Kontroverse um „Schmuddelecke“

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In meinem Leserbrief habe ich die Formulierung unmissverständlich in den Zusammenhang von Feinstaubbelastung und Lärm von B 42 und Bundesbahn gestellt und betont, dass es für Familien mit Kindern gesündere Baugebiete auch in Bad Honnef gibt.

Mir geht es um den Erhalt von Stadtgrün und ich hätte als Stadtgrün auch das Baumschulwäldchen gern erhalten.

Wie Herr Lübberin, billige auch ich jedem zu, anderer Meinung zu sein. Setze mich im Meinungsstreit auch gern kämpferisch auseinander. Dabei wähle ich, je nach Bedeutung, als Waffe Florett oder Säbel.

Wer allerdings Worte bewusst und gewollt aus dem Zusammenhang löst um dadurch Effekt zu erhaschen, der verliert meinen Respekt.

Da wechselt Herr Lübberin in der Auseinandersetzung von Florett oder Säbel auf Mistgabel und das gefällt mir nicht.

PS.: Auch mit einer Mistgabel lässt sich Feinstaub und Lärm nicht aus der „Schmuddelecke entfernen.

K. Merten

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