Nonnenwerth: Frist abgelaufen, Verhandlungen gescheitert – Eltern geben nicht auf

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Quelle: https://nonnenwerthretten.de/

Nonnenwerth – Einen herben Rückschlag haben die Bemühungen des Elternvereins „Rettet Nonnenwerth e.V.“ erlitten. Wie der Verein heute mitteilt, sei einem von ihm bestellten Gutachter für ein Brandschutzgutachten der Zutritt zur Insel verwehrt worden. Somit sei die Frist abgelaufen, „der Geschäftsführer des Schulträgers des Franziskus Gymnasium Nonnenwerth, Peter Soliman, verhindert wiederholt eine Rettung der Schule. Die Verhandlungen über die Zukunft der Schule mit dem Elternverein „Rettet Nonnenwerth e.V.“ werden so weiter behindert“.

Es geht um eine unabhängige Bewertung der Brandschutzproblematik. Soliman gibt hohe Kosten für den Brandschutz als Grund für die Schulschließung Ende des Schuljahres 2021/22 an. Noch am 9. November 2021 habe Soliman diese unabhängige Bewertung befürwortet, so „Rettet Nonnenwerth“. Als Eigentümer der Insel verweigere er jedoch den Elternvertretern bzw. einem durch diese beauftragten Sachverständigen die Genehmigung für den Zugang zum Schul- und Klostergebäude, die bis zum 19.1.22 hätte vorliegen sollen. Ohne ein seriöses und unabhängiges Sachverständigengutachten sei es dem Verein jedoch nicht möglich, belastbar den Finanzbedarf für die Umsetzung möglicherweise erforderlicher Maßnahmen zur brandschutztechnischen Ertüchtigung der Gebäude abzuschätzen.

Laut des Elternvereins habe der Rechtsanwalt von Peter Soliman mitgeteilt: „Stellungnahmen und Kostenschätzungen können von einem Sachverständigen auch ohne Begehung der Schulräume einer Plausibilitätskontrolle unterzogen werden“.

Die Kostenschätzungen von Soliman belaufen sich auf 10-20 Millionen Euro.

„Verständlicherweise ist kein seriöser öffentlich bestellter Gutachter zu einer derartigen
„Plausibilitätskontrolle und Kostenschätzung“ ohne Gebäudebegutachtung bereit. Gleichzeitig erwartete Herr Soliman einen konkreten Vorschlag für einen Mietvertrag, ohne dass die für einen solchen Vertrag erforderlichen Rahmenbedingungen bekannt sind“, erklärt „Rettet Nonnenwerth“.

Trotz dieser negativen Entwicklungen wollen die Eltern weiterkämpfen, sie betonen, sie seien bereit, jederzeitig die Verhandlungen wieder aufzunehmen, sobald es der Schulträger erlaube, dass unabhängig eine Transparenz über die tatsächliche Brandschutzsituation hergestellt werden könne.

Weiter teilt der Verein mit, dass mit Unterstützung des Schulelternbeirats und des Schulwerks positive Gespräche mit anderen potentiellen Schulträgern fortgeführt würden, um alle Möglichkeiten zur Rettung des Franziskus Gymnasiums Nonnenwerth auszuschöpfen.

„Rettet Nonnenwerth“: „Obwohl nun auch die Eltern Vertragskündigungen zum Schuljahresende 2021/22 erhalten haben, nachdem im November auch schon den Lehrer*innen gekündigt wurde, arbeitet der Verein mit vereinten Kräften an dem Erhalt der Schule.“

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1 Kommentar

  1. Warte..die Eltern veröffentlichen eine Pressenachricht mit nettem Nonnenwerth Foto das die Verhandlungen geplatzt sind und wollen aber immer weiter verhandeln? Da versteh doch mal einer die Privatschuleltern. Ist mir zu hoch

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