Siebengebirgsbote Ausgabe 725 – die letzte

Nach 29 Jahren wird das Erscheinen der Heimatzeitung eingestellt

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Heidi und Elmar Heimbach vor ihrem Heidelberger Zylinder, auf dem der Siebengebirgsbote gedruckt wurde

Bad Honnef-Aegidienberg – So manch einer hat es sicherlich für ziemlichen Quatsch gehalten, als vor Wochen die ersten Gerüchte über die Einstellung des Siebengebirgsboten gestreut wurden. Nun ist es Realität: In dieser Woche wurde der letzte Bote verteilt.

Nach 29 Jahren stellen Heidi und Elmar Heimbach aus Altergründen ihre Zeitung ein, die alle zwei Wochen erschien und kostenlos angeboten wurde.

Es begann im Frühjahr 1994, als Elmar Heimbach und Helga Welter zu der Auffassung gelangten, dass Aegidienberg, „unabhängig von den großen Zeitungen“, ein eigenes Sprachrohr brauche.

Gesagt, getan! Zunächst kam Ostern 1994 der Aegidienberger Bote heraus, später wurde er in „Siebengebirgsbote“ umbenannt. Ziel war es, eine größere Leserschar zu erreichen.

Honnef heute berichtete im November 2021 über Heidi und Elmar Heimbach

Mit den Jahren etablierte sich das Medium auf dem Berg so nachhaltig, dass es kaum noch jemand missen wollte. „Der „Bote“ – oder das „Blättchen“, wie manche den Siebengebirgsboten nennen – wurde für einige Leser sogar zum Sammelobjekt“, schreiben die Heimbachs in der letzten Ausgabe.

Als pdf-Datei war der Siebengebirgsbote seit April 2021 auch über honnef-heute.de abrufbar.

Bis zum Schluss haben die Heimbachs die Entscheidung, den Boten zu schließen, nicht öffentlich bekanntgegeben: „Ich habe es so lange noch zurückgehalten, weil es mir doch schwergefallen ist.“, sagt Heidi Heimbach.

Nun müssen Berg und Tal auf ein weiteres einmaliges Heimatprodukt verzichten.

Herzlichen Glüchwunsch zu 725 Ausgaben Siebengebirgsbote.

Bote 725

 

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