Stadt warnt: Hitze und Dürre lassen den Stadtwald zunehmend leiden

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Manche Knospen versprechen Gutes

Bad Honnef. Die Stadt Bad Honnef weist auf die anhaltende Trockenheit im Stadtwald hin und erinnert an das generelle Rauchverbot in Wäldern von März bis Oktober.

Wenngleich die vergangenen Tage von kühlerem und regnerischem Wetter geprägt waren, war die Niederschlagsmenge nicht annähernd ausreichend, um die andauernde Trockenheit im Waldboden auszugleichen, erklärt Förster Georg Pieper: „Wie in den vergangenen Frühjahren waren die Niederschlagssummen im Stadtwald zu gering. Es gab zwar vereinzelt lokale Niederschläge, die mit kräftigem Platzregen ausgefallen sind. Diese hatten allerdings keine langfristige Wirkung. Das Reisig am Waldboden ist knochentrocken, in den darunterliegenden Böden sieht es nicht anders aus.“

So zeigt der Dürremonitor des Helmholtz Zentrums für Umweltforschung für die Region des Siebengebirges eine moderate bis schwere Dürre im Oberboden bis 25 Zentimeter Tiefe sowie im Gesamtboden bis rund 1,8 Metern Tiefe. Es ist nahezu kein pflanzenverfügbares Wasser vorhanden. Nennenswerte Niederschläge sind derzeit nicht in Sicht. Für die kommende Woche rechnen die mittelfristigen Vorhersagemodelle des Deutschen Wetterdienstes mit steigenden, hochsommerlichen Temperaturen und für die zweite Julihälfte wird eine Hitzewelle für den Süden und Westen Deutschlands nicht ausgeschlossen.

„Eine Phase mit langanhaltendem, gelegentlich unterbrochenem Landregen, der tief ins Erdreich einsickern kann, ist nicht in Sicht“, sagt Förster Georg Pieper und betont: „Bereits zum Wochenbeginn ist mit einer schnellen Erhöhung des Graslandfeuerindex des Deutschen Wetterdienstes zu rechnen. Eine aus dem Autofenster geworfene Zigarettenkippe ist aber bereits jetzt für das Grün am Wegesrand, Buschwerk und auch den Waldboden buchstäblich brandgefährlich.“

Trotz der enormen Trockenheit weiß der Förster aber auch Gutes aus dem Stadtwald zu berichten: Die zehntausenden Setzlinge, die im vergangenen Winter gepflanzt worden waren, haben sich gut entwickelt und der bisherigen Trockenheit dank einer vorsorglichen „Wurzelbehandlung“ mit einem speziellen Schutzgel zur Feuchthaltung Stand gehalten: „Entscheidend ist, dass die kleinsten Wurzeln der Setzlinge nicht austrocken. Sind diese erst einmal vertrocknet, ist der Schaden irreparabel. Es bleibt jetzt die Hoffnung, dass die große Hitze mit mehrwöchiger Trockenheit ausbleibt, und dass die Menschen das absolute Rauch- und Feuerverbot im Wald ernst nehmen.“ (T.H.)

 

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