Foto: Tierschutz Siebengebirge

Orscheid – Am 28. Februar 1985 wurde der Tierschutz Siebengebirge gegründet. Heute, quasi am 36. Geburtstag des Vereins, gibt es einen neuen Meilenstein in der Vereinsgeschichte: der Orscheider Tierschutzhof darf offiziell den Betrieb aufnehmen. Nach Begehung durch das Veterinäramt haben die engagierten Tierschützer nun die offizielle Erlaubnis, die Tierauffangstation in der Orscheider Str. 7 in Bad Honnef Aegidienberg Orscheid zu eröffnen und dort heimatlose Tiere zu beherbergen.

Ozan Stoll, 1. Vorsitzender erläutert: „Wir sind sehr glücklich, dass es nach drei Jahren Aufbauarbeit mit Hunderten von Stunden ehrenamtlicher Arbeit auf dem Hof nun endlich losgehen kann. Der Hof bringt uns eine große Entlastung, denn neben der Arbeit mit privaten Pflegestellen können wir nun auch Tieren in Not in Orscheid ein Dach über dem Kopf bieten. Engpässe in den Pflegestellen können so leichter abgefangen bzw. überbrückt werden. So zum Beispiel können wir einen entlaufenen Hund in einem der Hundezimmer unterbringen, bis der Halter gefunden ist.“ Eine Wohnung, die für die Unterbringung von Katzen hergerichtet wurde, eine dazugehörige Krankenstation, eine Quarantänestation, vier Hundezimmer und zwei Wiesen stehen den Tierschützern für ihre Arbeit zur Verfügung. Die umgebaute ehemalige Scheune bietet Platz für ein großes Lager, wo die Tierschützer Futtersäcke, Tier-Ausstattung für die Pflegestellen, Material für Veranstaltungen etc. gut sortiert und für alle schnell griffbereit lagern können.

Ulrike Peters, Leiterin der Katzenabteilung: „Wir kümmern uns auch um verwilderte Hauskatzen, fangen sie ein und lassen sie kastrieren, damit sie sich nicht ungebremst weiter vermehren.“ Nach der Kastration müssen diese verwilderten Katzen einige Tage überwacht werden. Für diese extrem kostenaufwendige, aber äußerst wichtige Tierschutzaufgabe haben die Tierschützer extra ein Zimmer auf dem Hof eingerichtet, wo diese Wildlinge bis zur Genesung untergebracht werden. Die Katzen werden mit einem Chip versehen, auf den Verein registriert und später an dem Ort, wo sie ursprünglich eingefangen wurden, wieder freigelassen. Wenn es dort keine geregelte Fütterung und Versorgung für diese Katzen gibt, richten die Tierschützer betreute Futterstellen für die Tiere ein.

Eins ist dem 1. Vorsitzenden, Ozan Stoll, ganz besonders wichtig: „Ohne die zahlreichen Helfer und Sponsoren hätten wir dieses große Projekt niemals stemmen können. Einige Handwerker sind uns bei ihren Leistungen entgegengekommen, es gab Sponsoren, die die Chancen dieses Projektes gesehen und uns finanziell unterstützt haben. Unsere Mitglieder haben treu hinter uns gestanden, und wir haben großartige Hilfe von vielen Menschen erfahren, die einfach die Ärmel hochgekrempelt und tatkräftig mit angepackt haben – Wände einreißen, anstreichen, Müll entsorgen, das Grundstück bepflanzen etc. Wir danken allen, die in der einen oder anderen Weise mit dazu beigetragen haben, dass der Orscheider Tierschutzhof nun an den Start gehen kann.“ (A.C.)

 

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