Foto: Bundespolizei

Rhein-Sieg/Köln – Mit Blick auf die konstant hohen Fallzahlen von Gewaltdelikten am Hauptbahnhof Köln sowie an den Bahnhöfen Siegen und Siegburg/Bonn hat die Bundespolizeidirektion Sankt Augustin eine Waffenverbotszone zum Verbot des Mitführens von gefährlichen Gegenständen für das Wochenende vom 07. bis zum 10. Mai 2021 angekündigt.

Von Freitag ab 14:00 Uhr bis Montagmorgen 06:00 Uhr kontrollieren Bundespolizisten an den o.g. Bahnhöfen inklusive der Gleisanlagen verstärkt das Verbot des Mitführens von u.a. Feuerwaffen, Messern, Pfeffersprays und/oder Schlagstöcken. Bei Nichtbeachten der Allgemeinverfügung kann ein Platzverweis ausgesprochen und/oder ein Zwangsgeld erhoben werden. Ausnahmen: Neben bestimmten Berufsgruppen dürfen Bahnreisende Waffen i.S.d. Waffengesetzes transportieren, wenn diese in einem geschlossenen, gesicherten Behältnis transportiert werden und alle Bestimmungen des Waffengesetzes erfüllt sind.

Allein im Zuständigkeitsbereich der Inspektion Köln verzeichnete die Bundespolizei seit Oktober 2020 über 120 Vorgänge, die in Zusammenhang mit Waffen oder anderen gefährlichen Gegenständen standen. Hier nahmen unterschiedliche Messer (Einhand-, Butterfly, Cutter-, Klapp-, Brot-, Spring-, Kampf- oder Küchenmesser) den größten Schwerpunkt ein. Besonders der Angriff mit Stichwaffen führt oft zu schweren und mitunter tödlichen Verletzungen.

Die sogenannte Alltagsgewalt eskaliere häufig unkontrolliert durch Betäubungsmittel- und Alkoholeinfluss und könne dann zu schwerwiegenden Gefahren für die Gesundheit und/oder Leib und Leben führen, so die Bundespolizei. Das Sicherheitsgefühl aller Bahnbenutzer/-innen werde hierdurch nachhaltig beeinträchtigt.

 

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