Rhein-Sieg-Kreis/Siegburg. In Siegburg gründet sich eine selbstorganisierte Gruppe für spätdiagnostizierte autistische Frauen sowie für Frauen mit entsprechender fachlicher Verdachtsdiagnose.
Viele Betroffene erhalten ihre Diagnose erst im Erwachsenenalter – nach Jahren der Anpassung, der Selbstzweifel und des Gefühls, „anders zu sein“. Die Diagnose kann eine große Entlastung sein, stellt jedoch zugleich die bisherige Identität infrage.
Die Gruppe setzt „jenseits erlernter Masken“ an. Viele Autistinnen stoßen ohne Anpassung bei der Suche nach sozialen Kontakten und Verbindungen auf oft unüberwindbar erscheinende Grenzen.
Es soll ein Raum entstehen, in dem „Gemeinsamsein“ und „Selbstsein“ kein erlebter Widerspruch bleiben.
Die Gruppe richtet sich an betroffene Frauen, die ähnliche Erfahrungen zwischen Isolation und Selbstverlust teilen und sich trauen möchten, ein Leben im eigenen Takt zu gestalten. Ziel ist es, Isolation und den daraus entstehenden Stress zu verringern. Neben dem Austausch stehen gemeinsam gestaltete Ausflüge, Spaziergänge und kreative Zeiten im Mittelpunkt. Die Gruppe ist kein therapeutisches Angebot.
Die Gruppentreffen finden freitagnachmittags im 14-tägigen Rhythmus in Siegburg statt. Eine Anmeldung bei Mika Freiwind unter autismus-freizeitgruppe@mailbox.org ist erforderlich.
Die Gruppengründung wird unterstützt durch die Selbsthilfe-Kontaktstelle im Paritätischen Rhein-Sieg: Selbsthilfe Rhein-Sieg.
red / Der Paritätische NRW Selbsthilfe-Kontaktstelle Rhein-Sieg-Kreis











