Bad Honnef. Der Verein Jüdische Vergangenheit und Gegenwart in Bad Honnef lädt am Donnerstag, 26. März 2026, um 18:00 Uhr zu einem besonderen Vortrag in den Kunstraum der Stadt Bad Honnef ein (Rathausplatz 1, 53604 Bad Honnef). Pfarrerin i. R. Annette Hirzel wird in ihrem Vortrag „Oskar Schindler: Langes Schweigen – späte Ehrung“ das Leben und Wirken des berühmten Retters von etwa 1.200 jüdischen Menschen während des Zweiten Weltkriegs beleuchten. Musikalisch begleitet wird der Vortrag von Eckart Wüster (Klavier) und Reinhold Müller (Geige) mit melancholisch-fröhlichen Klezmerstücken.
Erst durch Steven Spielbergs vielfach ausgezeichneten Film „Schindlers Liste“ (1993/94) wurde Oskar Schindler (1908–1974) weltbekannt. Doch wie Annette Hirzel in ihrem Vortrag zeigt, war Schindler ein vielschichtiger Mensch: Ein erfolgshungriger Geschäftsmann und Lebemann, der Augenzeuge der sadistischen Brutalität im besetzten Polen wurde. Diese Erfahrungen führten ihn dazu, nicht nur sein Vermögen, sondern auch sein Leben für die Rettung der sogenannten „Schindlerjuden“ einzusetzen – unterstützt von seiner Frau Emilie.
Nach Kriegsende lebte Schindler lange in bescheidenen Verhältnissen in Frankfurt und trat erst in den 1960er Jahren wieder öffentlich in Erscheinung. Zahlreiche Ehrungen für seine humanitären Taten erfolgten teilweise erst posthum.
Pfarrerin Annette Hirzel, langjährige Religionslehrerin am Städtischen Anno-Gymnasium in Siegburg, ist in der Region auch für ihre Erinnerungsarbeit bekannt. Seit Jahren begleitet sie Schülerinnen und Schüler auf Fahrten zu historischen Orten wie Auschwitz und Buchenwald und veröffentlicht Schriften zur jüdischen Geschichte im Rhein-Sieg-Kreis.
Der Vortrag verspricht, mit O-Tönen, Bildern und musikalischer Begleitung einen tiefen Einblick in das Leben Schindlers zu geben – und daran zu erinnern, dass Menschlichkeit und Zivilcourage gerade in dunklen Zeiten unverzichtbar sind.
Eintritt frei.











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