Rhein-Sieg-Kreis/Bad Honnef. Am Donnerstag, 10. September 2026, wird es um 11 Uhr laut: Auch im Rhein-Sieg-Kreis beteiligen sich die Städte und Gemeinden am bundesweiten Warntag. Rund 350 Sirenen werden im Kreisgebiet ausgelöst. Gleichzeitig werden weitere Warnsysteme wie die Warn-App NINA und Cell Broadcast getestet.
Der Warntag soll zeigen, ob die verschiedenen Warnmittel im Ernstfall zuverlässig funktionieren. Gleichzeitig soll er die Bevölkerung daran erinnern, was die unterschiedlichen Sirenensignale bedeuten – und wie man sich bei einer tatsächlichen Warnung richtig verhält.
Drei Sirenensignale im Abstand von fünf Minuten
Der Probealarm beginnt um 11 Uhr mit einem einminütigen Dauerton. Dieses Signal steht für Entwarnung. Fünf Minuten später folgt das eigentliche Warnsignal: ein einminütiger auf- und abschwellender Heulton. Nach weiteren fünf Minuten wird erneut ein einminütiger Dauerton zur Entwarnung ausgelöst.
Im Ernstfall sollten Bürgerinnen und Bürger bei dem auf- und abschwellenden Warnton weitere Informationen abwarten. Dazu gehören Warn-Apps, Radio, mögliche Durchsagen von Feuerwehr und Polizei sowie andere offizielle Informationskanäle. Auch Nachbarn und Menschen, die eine Warnung möglicherweise nicht wahrgenommen haben, sollten informiert werden.
Wichtig: Die Notrufnummern 110 und 112 sind ausschließlich für tatsächliche Notfälle gedacht und sollen nicht genutzt werden, um Informationen zum Sirenenalarm einzuholen.
Auch Radio Bonn/Rhein-Sieg informiert im Ernstfall. Je nach Empfangsort ist der Sender unter 91,2, 94,2, 97,8, 99,9, 104,2 oder 107,9 MHz zu empfangen.
NINA und Cell Broadcast werden ebenfalls getestet
Parallel zum Sirenenalarm wird auch die Warn-App NINA getestet. Die Abkürzung steht für „Notfall-Informations- und Nachrichten-App“. Über sie können Behörden unter anderem bei Großbränden, Gefahrstoffunfällen oder anderen außergewöhnlichen Ereignissen Warnungen direkt auf Smartphones senden.
Wer NINA installiert und den entsprechenden Ort oder Standort aktiviert hat, sollte am Warntag eine Probewarnung erhalten.
Zusätzlich wird über Cell Broadcast eine Warnmeldung direkt an viele Mobiltelefone geschickt. Dafür ist weder eine App noch eine vorherige Anmeldung erforderlich. Voraussetzung ist allerdings, dass das verwendete Mobiltelefon technisch Cell Broadcast unterstützt und entsprechend eingestellt ist.
Erfahrungen sind gefragt
Wie gut haben die Warnsysteme funktioniert? Diese Frage soll auch in diesem Jahr wieder eine bundesweite Bevölkerungsumfrage beantworten. Vom 10. bis 17. September 2026 können Bürgerinnen und Bürger ihre Erfahrungen auf warntag-umfrage.de mitteilen.
Die Internetseite ist bereits erreichbar, die eigentliche Umfrage wird jedoch erst am Warntag freigeschaltet.
Für die Menschen im Rhein-Sieg-Kreis gilt also: Wenn am Donnerstag, 10. September, um 11 Uhr die Sirenen heulen und das Handy eine Warnmeldung ausgibt, besteht kein Grund zur Sorge – es handelt sich um den bundesweiten Warntag. Trotzdem lohnt es sich, genau hinzuhören. Denn im Ernstfall können die Signale und Warnmeldungen entscheidende Informationen liefern.










