Bad Honnef – Ein guter Tag für die Dragons! Im heutigen Meisterschaftsspiel im DragonDome besiegten sie das Spitzenteam LOK Bernau mit 91:84. Dabei sah es nach den ersten beiden Spielabschnitten alles andere als nach einem Sieg der Gastgeber aus. Mit 38:46 (23:28, 15:18) lagen sie zur Halbzeit zurück. Das dritte und letzte Viertel entschieden die Dragons für sich (21:15, 20:18). In der Overtime behielten die Hausherren mit 12:5 die Oberhand. Bester Werfer war Juhwan Harris Dyson mit 25 Punkten, Jorge Mejias folgte mit 20 Punkten.
Am kommenden Samstag (13.12.2025) reisen die Dragons zum Auswärtsspiel nach Itzehoe. Beginn ist um 19.30 Uhr.
Dragons sind in der Overtime nicht zu stoppen
Von Klaus Beydemüller
Einmal mehr überzeugen die Dragons gegen ein Top-Team der ProB. Rhöndorf gewinnt gegen den Tabellenzweiten LOK Bernau nach Overtime mit 91:84 (38:46, 12:5). Ein spürbares Aufatmen ging nach dem Krimi durch die Ränge im DragonDome. Den Rheinländern gelang es, die Negativserie zu stoppen und in der Tabelle punktetechnisch wieder zu den Playoff-Plätzen aufzuschließen.
Nach einem Erfolgserlebnis sah es für die Hausherren in der ersten Halbzeit jedoch nicht aus. Bernau beeindruckte mit Power-Basketball aus dem Lehrbuch. Die Gäste spielten eine konsequente Ganzfeldpresse, die den Offensivrhythmus Rhöndorfs zunächst empfindlich störte. Zudem machte Bernau seinem Ruf als eines der reboundstärksten Teams der Liga alle Ehre. Insgesamt 29 Abpraller sammelte LOK ein – fast doppelt so viele wie die Dragons (14). Die Brandenburger verwandelten ihre Korbchancen „in the paint“, also in der Zone, zudem hochprozentig (17/24 = 71 %). Da Rhöndorf auch noch einige hundertprozentige Würfe verfehlte, ging das Team von Coach Oppland zwischenzeitlich verdient mit 30:43 in Führung (18’). Einem 6:0-Lauf Rhöndorfs war es zu verdanken, dass der Vorsprung zur Pause auf acht Punkte schrumpfte (38:46).
Was der Dragons-Coach seinen Jungs für die zweite Spielhälfte mit auf den Weg gab, wird ein Geheimnis bleiben – aber es zeigte Wirkung. Die Dragons waren wie ausgewechselt, nahmen die harten Zweikämpfe an und waren plötzlich ebenbürtig. Rhöndorf startete stark ins dritte Viertel und glich in der 24. Minute durch einen Dreier von Lagui Diallo aus. Die Dragons nutzten das Momentum zu einem 14:0-Lauf, der die 52:48-Führung (25’) bedeutete. Das letzte Wort im Viertel gehörte jedoch Bernaus Point Guard Guy Nahmias, der einen Buzzer-Dreier zum 59:61 versenkte.
Im letzten Spielabschnitt ging es hin und her, die Führung wechselte mehrfach, bis Rhöndorf das Momentum zum Sieg in der eigenen Hand hatte. Juhwan Harris-Dyson stand 28 Sekunden vor Schluss beim Stand von 78:79 an der Freiwurflinie. Zuvor hatte der angeschlagene US-Amerikaner bereits zwei Chancen vergeben, verwandelte diesmal aber zumindest einen zum 79:79 – und erzwang damit die Overtime.
In den fünf Extraminuten riefen die Dragons dann ihr ganzes Potenzial ab und rangen Bernau nieder. Mit 12:5 setzte Rhöndorf sich klar durch, wozu Duje Dujmovic mit sechs Punkten einen wesentlichen Anteil hatte.
Unter dem Strich bleibt die Frage offen, wie Bernau trotz 63 geholter Rebounds (Rhöndorf 48) das Spiel verlieren konnte. Die Antwort: weil die Dragons in den anderen Statistik-Kategorien die Nase vorne hatten. Vor allem gingen Juhwan Harris-Dyson (25 Pkt./6 Reb./5 Blk.) sowie Jorge Mejias (20 Pkt./8 Reb.) als Leader voran. In ihrem Sog setzten sich auch Duje Dujmovic (10 Pkt./6 Reb.), Lagui Diallo (11 Pkt.) und Benjamin Sadikovic (8 Pkt./8 Reb.) stark in Szene. Bei Bernau stachen Anthony Watkins (15 Pkt.), Emanuel Schüler (12 Pkt.), Meo Martin (10 Pkt./10 Reb.) sowie Guy Nahmias (12 Pkt.) heraus.
Rhöndorf hat sich durch den Achtungserfolg auf den 10. Tabellenplatz vorgeschoben und ist punktgleich mit Rostock auf dem achten Rang. Am 13. Spieltag (13.12.) müssen die Dragons auswärts bei den Itzehoe Eagles antreten.
Max Becker (Headcoach Dragons Rhöndorf):
„Wir haben heute in der ersten Halbzeit, gerade im Rebound, überhaupt keinen Zugriff gehabt. Trotz zahlreicher vergebener bester Korbchancen haben wir es geschafft, zur Halbzeit trotzdem in Schlagdistanz zu bleiben. So konnten wir mit positiver Energie in die zweite Halbzeit starten. Was die Jungs da abgeliefert haben, war purer Einsatzwille, pure Energie – darauf bin ich sehr stolz. Es war ein wichtiger Sieg für uns. Wir haben uns erneut bewiesen, dass wir mit den besten Teams der Liga mithalten können. Ganz wichtig: Wir haben uns aus dem Ergebnistief der letzten Wochen befreien können.“






