„Junge Familien können sich im Tal nahezu kein Eigentum leisten“

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LeserInnenbrief

Zum Beitrag: https://honnef-heute.de/groesser-schoener-bauen-in-bad-honnef/

Sehr geehrte Frau Günther,

ich pflichte Ihnen bei, dass bezahlbarer Wohnraum einen wichtigen Punkt in der weiteren Entwicklung von Bad Honnef darstellt.

Die im Bericht gezeigten Bauprojekte entbehren diesem aber:

1. die aufgerufenen Quadratmeterpreise sind für Familien, die ein Einkommen um den bundesweiten Mittelwert (oder auch leicht darüber) generieren, nicht finanzierbar. Es scheint so aber auch gewünscht zu sein.
2. zeigen einige Bauprojekte Raumaufteilungen, welche nicht für eine durchschnittliche Familie (2 Kinder) geeignet sind (Beispiel Neubau unterer Frankenweg, am Park): 3 Zimmer Wohnung(en) mit 130-160m2 scheint mir eher für ein Ehepaar ohne (oder mit Erwachsenen) Kindern zugeschnitten zu sein.

Wir sind eine 4-köpfige Familie mit 2 Einkommen, welche jeweils über dem angesprochenen Durchschnitt liegen.

Eine Wohnung (4Zi., 100m2) für > 1/2 Millionen € (man MUSS es so schreiben, da 500t € sich nach verhältnismäßig wenig anhört)!? Dies wird im Beitrag ebenfalls deutlich angesprochen.

Ein Umdenken und Handeln der Politik mit Fokus auf familienfreundliches Bauen ist längst überfällig und wird im begrenzten Raumangebot im Honnefer Tal zu spät kommen. Leider zeigt die Entwicklung in den letzten 5 Jahren, dass immer noch genügend Nachfrage nach den o.g. Immobilien besteht (sonst würden sie nicht gebaut).

Ich spreche da nicht nur von meiner Familie, aber es scheint wirklich gewünscht zu sein, lediglich für solvente Anleger zu bauen.

Daher kann ich Ihrem letzten Absatz zwar zustimmen, dieser trifft auf Bad Honnef Tal aber nicht zu. Junge Familien können sich im Tal nahezu kein Eigentum leisten. Oder der Urlaub fällt bis zur Rente aus.

Eine lange Antwort/zusätzlicher Kommentar, aber ich musste dies hier verfassen.

Vielen Dank an Honnef heute und alle Beteiligten für diesen Beitrag.

Mit freundlichen Grüßen
D. Kampen

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