Bonn – Im Rhein ist am Montag ein weiteres Kampfmittel gefunden worden. Nach Angaben der Stadt Bonn handelt es sich um eine rund 125 Kilogramm schwere englische Brandbombe aus dem Zweiten Weltkrieg. Der Kampfmittelbeseitigungsdienst (KBD) der Bezirksregierung Düsseldorf barg die Bombe südlich der Konrad-Adenauer-Brücke (Südbrücke) und brachte sie ans Ufer.
Die Bombe soll am Montagnachmittag kontrolliert gesprengt werden. Dafür müssen Fuß- und Radwege in der Rheinaue in einem Radius von 300 Metern um den Fundort gesperrt werden. Bereiche unmittelbar um die Fundstelle sind nach Angaben der Stadt bereits nicht mehr begeh- und befahrbar.
Auch der Schiffsverkehr auf dem Rhein muss während der Sprengung unterbrochen werden. Eine Evakuierung ist laut Stadt nicht erforderlich.
Mehrere verdächtige Funde am Rhein
Seit Sonntag, 16. August, waren dem Kommunalen Ordnungsdienst (KOD) zahlreiche verdächtige Gegenstände am Rhein gemeldet worden. Die entsprechenden Stellen wurden abgesperrt und über Nacht durch einen von der Stadt beauftragten Sicherheitsdienst bewacht.
Der Kampfmittelbeseitigungsdienst konnte nach Angaben der Stadt erst am Montag nach Bonn kommen. Seit dem Mittag werden die gemeldeten Verdachtsstellen gemeinsam von KBD und KOD überprüft.
Die Stadt weist in diesem Zusammenhang erneut darauf hin, die unbefestigten und trockenen Randbereiche des Rheins zu meiden. Kampfmittel sollten keinesfalls eingesammelt, berührt oder bewegt werden. Auch Jahrzehnte nach ihrem Einsatz könnten von ihnen noch erhebliche Gefahren ausgehen.
Wer einen verdächtigen Gegenstand entdeckt, sollte sich laut Stadt vom Fundort entfernen und gegebenenfalls auch andere Personen aus dem Gefahrenbereich auffordern, diesen zu verlassen. Meldungen können beim Kommunalen Ordnungsdienst unter 0228 – 77 3333, bei der Polizei unter 110 oder bei der Feuerwehr unter 112 erfolgen. Die zuständigen Stellen leiten anschließend die erforderlichen Maßnahmen ein.











