Rhein-Sieg-Kreis – In einem gemeinsamen Antrag beantragen CDU und GRÜNE im Kreistag die Elternbeiträge für Kindertageseinrichtungen und Kindertagespflege im Zuständigkeitsbereich des Kreisjugendamtes  auszusetzen bzw. mit den Folgemonaten zu verrechnen, solange das Land Nordrhein-Westfalen diese zumindest anteilig erstattet. Zuletzt hatte die Landesregierung signalisiert, sich an einer zweimonatigen Erstattung der Elternbeiträge zu beteiligen.

„Unser Antrag soll das Kreisjugendamt in die Lage versetzen, flexibel zu reagieren“, so Brigitte Donie, jugendpolitische Sprecherin der CDU-Kreistagsfraktion, zu dem heute eingereichten Koalitionsantrag. „Insbesondere die Betreuungszeiten in den Kindertageseinrichtungen sind derzeit stark  eingeschränkt und viele Eltern an ihrer Belastungsgrenze.“

In den Gemeinden des Kreisjugendamtes sind die Kindertageseinrichtungen derzeit nur im eingeschränkten Pandemiebetrieb. „Viele Eltern im Rhein-Sieg-Kreis können kaum oder nur unter sehr erschwerten Bedingungen eine Betreuung ihrer Kinder sicherstellen und gleichzeitig ihrer Arbeit nachgehen“, stellt auch Nina Droppelmann, Fachsprecherin der GRÜNEN-Fraktion im Jugendhilfeausschuss des Kreises, fest.

„Gemeinsam wollen wir die Eltern und Familien in diesen schwierigen Zeiten unterstützen. Eine Erstattung der Elternbeiträge kann aufgrund der hiermit verbundenen hohen finanziellen Belastungen für das Kreisjugendamt jedoch nur so lange erfolgen, wie sich auch das Land NordrheinWestfalen,zumindest anteilig, an dieser beteiligt. Die Zeichen hierfür stehen aber gut und wir werden die Familien im Kreis informieren, sobald wir eine endgültige Bestätigung geben können“, stimmen auch die beiden Fraktionsvorsitzenden, Dr. Torsten Bieber (CDU) und Ingo Steiner (GRÜNE), ihren fachpolitischen Sprechern zu.

Ein Beitrag der Fraktionen von CDU und GRÜNEN im Kreistag

Anzeige

Kommentieren Sie den Artikel

Bitte geben Sie Ihren Kommentar ein!
Bitte geben Sie hier Ihren Namen ein