NRW. Am 26. September entscheidet der DOSB über den deutschen Kandidaten für die Olympischen und Paralympischen Sommerspiele 2036, 2040 oder 2044. Statistische Daten von IT.NRW zeigen die Dimension der Bewerbung aus Nordrhein-Westfalen.
Noch vier Tage, dann fällt die Entscheidung: Der Deutsche Olympische Sportbund (DOSB) bestimmt am 26. September, welche deutsche Bewerbung in das internationale Rennen um die Olympischen und Paralympischen Sommerspiele geht. Zur Auswahl stehen Berlin, München und die Region KölnRheinRuhr.
Für die NRW-Bewerbung sprechen vor allem die Dimensionen der Region. In den 17 beteiligten Kommunen leben rund 5,7 Millionen Menschen. Damit ist KölnRheinRuhr nach Angaben des Statistischen Landesamtes IT.NRW die bevölkerungsreichste der ursprünglich vier deutschen Bewerberregionen. Zum Vergleich: Berlin kommt auf rund 3,7 Millionen, Hamburg auf 1,9 Millionen und München auf 1,5 Millionen Einwohner.
Große Region, viele Sportvereine
Auch beim Sport verweist IT.NRW auf eine breite Basis in Nordrhein-Westfalen. Ende März 2025 waren rund 5,5 Millionen Menschen in den 17.400 Sportvereinen des Landes aktiv. Rechnerisch war damit etwa ein Drittel der Bevölkerung Mitglied in einem Sportverein.
Gegenüber 2015 stieg die Zahl der Vereinsmitglieder um rund acht Prozent. Gleichzeitig ging die Zahl der Sportvereine um acht Prozent zurück. Besonders viele Mitglieder haben Fußball, Turnen und Tennis.
Auch außerhalb des Vereinssports spielt Bewegung eine Rolle: Laut Zeitverwendungserhebung 2022 verbrachten Menschen ab zehn Jahren in NRW durchschnittlich 32 Minuten täglich mit Sport und körperlicher Bewegung. Das waren sechs Minuten mehr als zehn Jahre zuvor.
Hotels für mögliche Olympia-Gäste
Eine weitere Zahl betrifft die Übernachtungsmöglichkeiten. In den 17 Bewerberkommunen gab es 2025 insgesamt 412 Hotels mit knapp 79.000 Betten. Den größten Anteil stellten Düsseldorf mit rund 26.000 und Köln mit gut 23.300 Betten. Es folgten Essen mit knapp 6.200 und Dortmund mit 5.100 Betten.
Für ganz Nordrhein-Westfalen weist IT.NRW für 2025 knapp 1.800 Hotels mit mehr als 166.000 Betten aus. Hinzu kommen weitere Übernachtungsmöglichkeiten etwa in Pensionen, Gasthöfen und Hotels garnis.
Bereits 2024 hatte die Region KölnRheinRuhr bei der Zahl der geöffneten Beherbergungsbetriebe unter den damaligen vier Bewerbern vorne gelegen: 986 Betriebe wurden gezählt. Bei den angebotenen Schlafgelegenheiten lag allerdings Berlin mit rund 148.000 Betten vor KölnRheinRuhr mit rund 128.300.
Entscheidung am Samstag
Die statistischen Daten beschreiben damit vor allem die Ausgangslage der NRW-Bewerbung: eine große Bevölkerung, eine breite Sportvereinslandschaft und eine umfangreiche touristische Infrastruktur.
Ob diese Voraussetzungen den DOSB überzeugen, entscheidet sich am 26. September bei der außerordentlichen Mitgliederversammlung in Baden-Baden.









