Königswinter/Bonn. Nach einer rund 2.000 Kilometer langen Anreise ist das NRW-Waldbrandmodul am Samstagnachmittag im Einsatzgebiet in der spanischen Region Kastilien und León eingetroffen. Wie die Einsatzleitung mitteilt, bezogen die 56 Einsatzkräfte aus Königswinter, Bonn, Düsseldorf, Leverkusen und Ratingen im Ort Vega de Espinareda ein ehemaliges Kloster als Unterkunft. Die dort vorhandenen Schlafsäle, sanitären Anlagen und die Großküche machten den Aufbau der mitgeführten Zelte überflüssig.
Unmittelbar nach der Ankunft teilte sich das Team den Angaben zufolge in zwei Gruppen. Während ein Teil die Unterkunft als sogenannte „Base of Operations“ für die kommenden Einsatztage einrichtete, wurde die Brandbekämpfungseinheit bereits zu einem Vegetationsbrand in einem Naturschutzgebiet alarmiert. Dort unterstützten die Feuerwehrkräfte die spanischen Einsatzkräfte bei der Bekämpfung des Waldbrandes.
Am Sonntagmorgen wurde der Einsatz laut Mitteilung fortgesetzt. Die Einsatzkräfte rückten zu dem zuletzt aktivsten Abschnitt eines Waldbrandes aus, der sich rund vier Kilometer vom Camp entfernt befindet. Ziel sei gewesen, die Feuerfront unter Kontrolle zu halten, eine weitere Ausbreitung zu verhindern sowie Glutnester aufzuspüren und abzulöschen. Die örtlichen Behörden unterstützten die deutschen Kräfte bei Anfahrt und Einsatz, wodurch ein Arbeiten in zwei Schichten möglich sei.
Nach Angaben der Einsatzleitung konnte die EU-Einheit rund 55 Stunden nach dem Start in Deutschland ihre Arbeit im Einsatzgebiet aufnehmen. Möglich geworden sei dies durch die Zusammenarbeit verschiedener nationaler und europäischer Stellen. Dazu gehörten unter anderem das Emergency Response Coordination Centre (ERCC) der Europäischen Union, das Gemeinsame Melde- und Lagezentrum von Bund und Ländern (GMLZ) beim Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK) sowie die Innenministerien von Nordrhein-Westfalen und Niedersachsen.
Der Einsatz erfolgt laut Mitteilung im Rahmen der Amtshilfe des Landes Nordrhein-Westfalen für die Bundesrepublik Deutschland. Die Kosten werden demnach gemeinsam vom Bund und der Europäischen Union getragen. Die operative Koordination übernimmt das GMLZ des BBK in enger Zusammenarbeit mit der Feuerwehr Bonn und den europäischen Partnern.










