Bonn. Mit verstärkten Kontrollen und Präventionsangeboten hat sich die Bonner Polizei am bundesweiten Verkehrssicherheitstag „sicher.mobil.leben – Zweiräder im Blick“ beteiligt. Ziel der Aktion am Dienstag war es, insbesondere Fahrerinnen und Fahrer von Fahrrädern, Pedelecs, Motorrädern und E-Scootern für Risiken im Straßenverkehr zu sensibilisieren.
Nach Angaben der Polizei verunglückten im Jahr 2025 im Zuständigkeitsbereich insgesamt 851 Menschen auf Fahrrädern und Pedelecs, 229 auf motorisierten Zweirädern sowie 129 auf E-Scootern. Um diese Zahlen zu senken, setzt die Behörde neben repressiven Maßnahmen auch verstärkt auf Aufklärung.
Im Fokus der Kontrollen standen unter anderem Ablenkung durch Smartphones oder Kopfhörer sowie typische Gefahren beim Abbiegen. Gerade Zweiradfahrende würden im sogenannten toten Winkel häufig übersehen, hieß es. Auch überhöhte Geschwindigkeit sowie Alkohol- und Drogenkonsum im Straßenverkehr wurden thematisiert – Vorschriften gelten dabei ausdrücklich auch für Rad- und E-Scooterfahrende.
Zudem wies die Polizei auf die Bedeutung funktionierender Beleuchtung, guter Sichtbarkeit und geeigneter Schutzkleidung hin. Das Tragen eines Fahrradhelms könne das Verletzungsrisiko deutlich reduzieren.
Mehr als 20 Einsatzkräfte waren bis in die Abendstunden im Einsatz. Dabei ahndeten sie über 200 Verstöße von Radfahrenden sowie 141 Verstöße anderer Verkehrsteilnehmer. Bei Geschwindigkeitskontrollen, insbesondere im Umfeld von Schulen, wurden mehr als 2700 Fahrzeuge gemessen, 125 davon waren zu schnell unterwegs.
Parallel dazu führten speziell geschulte Beamtinnen und Beamte an sieben Grundschulen Radfahrtrainings durch. Damit setzte die Polizei neben Kontrollen auch ein Zeichen für frühzeitige Verkehrserziehung.












