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Bad Honnef. Der Rhein bei Bad Honnef erreicht derzeit immer neue Niedrigstände. Noch am vergangenen Freitag lag der Pegel Oberwinter bei 44 Zentimetern, bis heute ist er bereits auf nur noch 12 Zentimeter gefallen. Und nach den aktuellen Wetterprognosen ist vorerst keine Entspannung in Sicht.
Dabei ist wichtig zu wissen: Der Pegelstand entspricht nicht der tatsächlichen Wassertiefe des Rheins. Er gibt lediglich die Wasserhöhe im Verhältnis zu einem festgelegten Bezugspunkt an. Dennoch ist er für die Schifffahrt ein entscheidender Maßstab.
Mit sinkendem Pegel können Frachtschiffe immer weniger Ladung aufnehmen, um nicht auf Grund zu laufen. Das macht viele Transporte wirtschaftlich zunehmend unattraktiv. Für Reedereien bedeutet das höhere Kosten, die häufig an Kunden weitergegeben werden.
Auch die Rheinfähren in der Region bekommen die Folgen des Niedrigwassers zu spüren. Die Bad Honnefer Fähre kann derzeit keine Lkw, Sprinter, Wohnmobile und Wohnwagen mehr befördern. Transportiert werden nur noch Pkw bis zur Größe eines VW-Busses.
Bereits seit vergangenem Samstag hat auch die Linzer Fähre ihren Betrieb eingeschränkt. Dort dürfen nur noch Fahrzeuge mit einem zulässigen Gesamtgewicht von maximal 3,5 Tonnen übersetzen.
Die Aussichten sprechen derzeit nicht für eine schnelle Entspannung. Nach dem 30-Tage-Trend von Donnerwetter.de wird für den gesamten August kaum Regen erwartet. Stattdessen sagen die Meteorologen überwiegend sonniges Wetter und häufig Temperaturen von über 30 Grad voraus.
Sollte sich diese Prognose bestätigen, dürfte der Rhein in den kommenden Wochen weiter Wasser verlieren. Damit könnten sowohl die Schifffahrt als auch die Fährverbindungen am Mittelrhein vor weiteren Einschränkungen stehen.










