Rodung am Dellenweg – Stadt entschuldigt sich und nimmt Kontakt zu Anliegern auf

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Bad Honnef-Selhof | Für Unverständnis bei Anwohnern sorgte in der vergangenen Woche die Radikal-Rodung des Wäldchens am Dellenweg. Als Michaela Fraund und ihr Mann Ralf Möller-Fraund aus dem Urlaub in ihr Haus am Dellenweg 24e zurückkehrten, war das Natur-Areal vor ihrem Heim fast komplett gerodet. Alle Sträucher waren entfernt und der größte Teil der Bäume. Außerdem betraten die Arbeiter ohne Genehmigung ihr Grundstück und richteten dort an einem Baum, Sträuchern und der Wiese Schaden an. Nun nahm die Stadt Stellung.

2.500 Quadratmeter der 3.900 Quadratmeter großen Fläche gehörten der Stadt, der Rest sei Privateigentum. Es seien nicht alle Bäume entfernt worden, sondern nur Fichten, erkrankte Bäume und Totholz. Gesunde Bäume (Eichen, Ahorn und Buchen) hätten die Arbeiter stehengelassen.

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Der Geschäftsbereichsleitung sei bei der Vorbereitung der Entscheidung ein Fehler unterlaufen, gab die Verwaltung zu. Auch die im betroffenen Gebiet liegenden Privatparzellen würden schon seit langer Zeit von der Stadt mit zurückgeschnitten und entmüllt. Es hätten keinerlei private Aktivitäten mehr stattgefunden, die Eigentümer hätten sich niemals bei der Stadt gemeldet und Einwände erhoben.

Für das unbeabsichtigte oder unerlaubte Betreten und mögliche sonstige negativen Auswirkungen für die betroffenen Eigentümer entschuldige sich Stadt in aller Form. Die Verwaltung werde mit allen Betroffenen Kontakt aufnehmen und im Einzelfall klären, wie weiter verfahren werden soll.

Nisthilfen als Ersatzlebensräume für den dort lebenden Gartenrotschwanz sowie den Feldsperling seien bereits mit der Baumaßnahme LEAH auf der Friedhofsfläche eingerichtet worden.

Die Stadt versichert, dass die Rodung in keinem Fall etwas mit einem Straßenbau im Zusammenhang mit der Bebauung Selhof Süd zu tun habe. Allerdings wies sie auf das Bebauungsplan-Verfahren Nr. 1-128 hin, mit dem die Ausweisung des Geländes als Wohnbauland inklusive notwendiger Erschließungswege betrieben werde.

Eine erste Bürgerbeteiligung habe bereits stattgefunden. Zu Inhalten oder Terminen für weitere Verfahrensschritte könne zum heutigen Zeitpunkt noch keine Aussage getroffen werden.

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