Bad Honnef – Am Samstag (14.03., 19:00 Uhr) kann für Rhöndorf eine Vorentscheidung hinsichtlich des Klassenerhalts in der ProB fallen. Sollten die Dragons nämlich Rasta Vechta besiegen und gleichzeitig Stahnsdorf gegen Neustadt verlieren, können die Rheinländer von den TSK 49ers nicht mehr überholt werden. Es ist also für reichlich Zündstoff auf der Zielgeraden der Saison gesorgt, zumal die personelle Lage bei den Drachen angespannt ist.
Die Oberschenkelverletzung von Juhwan Harris-Dyson, die sich der Rhöndorfer Allrounder beim Auswärtserfolg in Rist-Wedel zuzog, hat sich leider als schwerer erwiesen als zunächst erhofft. Nicht ganz so schlimm scheint es um das Sprunggelenk von David Böning bestellt zu sein. Kurzum: Headcoach Max Becker versieht den Einsatz der beiden mit einem Fragezeichen. Keine idealen Voraussetzungen für eines der wichtigsten Spiele der Saison!
Die Rechnung ist einfach: Zwei weitere Pluspunkte wären für Rhöndorf die halbe Miete zum Klassenerhalt. Da man gegenüber Stahnsdorf den direkten Vergleich auf der Habenseite hat, müssten die Brandenburger zeitgleich Neustadt besiegen, um im Rennen ums rettende Ufer zu bleiben. Im Falle einer Niederlage der TSK 49ers wären die Dragons vorzeitig gerettet.
Ganz so einfach wird die Angelegenheit allerdings nicht. Seitdem der Abstieg besiegelt ist, spielen die Rastafaris nämlich groß auf. Das bekam am letzten Spieltag Schwelm zu spüren – die Baskets kassierten eine bemerkenswerte 81:66-Schlappe. Ähnliche Erfahrungen haben die Dragons bereits in der Hinrunde gemacht, als sie mit 113:90 unter die Räder kamen.
Damals lieferte der 17-jährige Epke Kruthaup (ø 12 Pkt.) eine Glanzvorstellung ab, verwandelte sechs von acht Dreierversuchen und erzielte 25 Punkte. Max Becker sieht jedoch eine Reihe gefährlicher Offensivoptionen bei den Gästen, die zweistellige Scores auflegen können. Der US-Amerikaner Aula Maarufu Sumbry (ø 11,2 Pkt.) ist mit seinen 31 Jahren eher die Ausnahme. Das restliche Stammpersonal zählt fast ausnahmslos zur Kategorie U20, wie Fynn Lastring (18 J., ø 11,6 Pkt.), Roy Krupnikas (19 J., ø 12,8 Pkt.), Ivan Volf (19 J., ø 13,1 Pkt.) und Moritz Grüß (17 J., ø 11,7 Pkt.).
Der Dragons-Coach sieht da klare Parallelen zu seinen Dragons. Auch die Niedersachsen haben 2025/26 konsequent auf eine junge Kernmannschaft gesetzt. Am Ende des Tages mangelte es im stark besetzten Norden der ProB wahrscheinlich an Erfahrung und vereinzelt vielleicht auch an Qualität. Zudem ist Vechta II zwangsläufig zu selten mit dem stärksten Kader aufgelaufen, weil immer wieder Perspektivspieler zeitgleich bei den Kooperationspartnern (Quakenbrück ProA / Rasta Vechta BBL) eingesetzt wurden. Wenn bei den Niedersachsen in dieser Saison der Dreier allerdings gefallen ist, wurde es für jeden in der Liga kompliziert. Zudem ist nun auch der Druck, gewinnen zu müssen, von der Mannschaft abgefallen.
Es ist jedenfalls davon auszugehen, dass sich das Team um Coach Horst Harm-Ubbo erhobenen Hauptes und mit noch ein paar Siegen mehr auf dem Konto aus der Liga verabschieden möchte. Also aufgepasst, Dragons – Gastgeschenke sind nicht zu erwarten!
Klaus Beydemüller













Kommentare