Bad Honnef. Im Zusammenhang mit dem Vandalismus an der Installation „Jüdisches Leben in Bad Honnef“ am Annapfad ist ein Täter verurteilt worden. Wie der Verein Jüdische Vergangenheit und Gegenwart in Bad Honnef (JVGH) mitteilt, konnte die Polizei nach den antisemitischen Schmierereien vom Dezember 2025 einen Verantwortlichen ermitteln.
Nach Angaben des Vereins hat das Amtsgericht Königswinter den Täter wegen gemeinschädlicher Sachbeschädigung zu einer Geldstrafe von 1.200 Euro verurteilt. Der JVGH prüft nach eigenen Angaben zudem, Schadensersatz geltend zu machen.
Die Installation am Annapfad war im Dezember 2025 Ziel antisemitischer Schmierereien geworden. Sie erinnert an die Geschichte jüdischen Lebens in Bad Honnef und informiert an mehreren Stationen über jüdische Bürgerinnen und Bürger der Stadt.
Wie der Verein weiter mitteilt, wurde erst am 2. August 2026 erneut eine Informationstafel der Installation mit einer Schmiererei beschädigt. Die Verunreinigung sei inzwischen beseitigt worden. Auch dieser Vorfall sei zur Anzeige gebracht worden. Nach Angaben des Vereins werden grundsätzlich alle Fälle von Vandalismus gegen die Installation bei der Polizei angezeigt.
Um künftige Angriffe besser verhindern und Straftaten leichter aufklären zu können, haben der Verein, die Polizei und das Ordnungsamt nach Angaben des JVGH einen Maßnahmenkatalog erarbeitet. Dieser soll den Schutz der Installation am Annapfad verbessern und die Ermittlung möglicher Täter erleichtern.










