Könisgwinter/Bonn. Die großflächigen Wald- und Vegetationsbrände westlich der niederländischen Stadt Weert haben in den vergangenen Tagen einen intensiven internationalen Feuerwehreinsatz erfordert. Auch Einsatzkräfte aus Nordrhein-Westfalen waren vor Ort und unterstützten gemeinsam mit Einheiten aus den Niederlanden und Frankreich die aufwendigen Löscharbeiten.
Noch am Abend des 1. Mai konnten die Maßnahmen aufgrund der hohen Brandintensität nicht abgeschlossen werden. Auf einer Fläche von rund 1 mal 1,5 Kilometern loderten zahlreiche Glutnester – sowohl an der Oberfläche als auch im Boden. Diese mussten mühsam mit Strahlrohren, Löschrucksäcken und Handwerkzeugen freigelegt und bekämpft werden. Erschwert wurden die Arbeiten durch stark böigen Wind, der die Glut immer wieder aufflammen ließ und ein besonders sorgfältiges Vorgehen erforderte.

Unterstützung erhielten die Einsatzkräfte in der Nacht auch von Landwirten aus der Region, die mit Tankanhängern große Mengen Wasser auf die betroffenen Flächen brachten.
Am Samstagmorgen wurden die Löscharbeiten in bewährter, enger Zusammenarbeit der internationalen Kräfte fortgesetzt. Dabei kam es auch zu einem intensiven fachlichen Austausch: Niederländische Feuerwehrleute wurden in Taktiken und Technik der deutschen Einheiten eingewiesen. Das Interesse war groß – insbesondere, da sich deutsche Kräfte in den vergangenen Jahren verstärkt auf Vegetationsbrandbekämpfung spezialisiert und ihr Wissen unter anderem durch Kooperationen mit Organisationen wie @fire und dem Waldbrandteam sowie durch Austausch mit Feuerwehren aus dem Mittelmeerraum erweitert haben.
Dank der erfolgreichen Eindämmung der Brände und eines angekündigten Wetterwechsels mit Regenfällen konnte der Einsatz der internationalen Einheiten aus Deutschland und Frankreich planmäßig am Samstagabend beendet werden. Die Nachlöscharbeiten übernehmen nun die örtlichen Feuerwehren.
Die Rückkehr der NRW-Kräfte ist für Sonntagmorgen vorgesehen. Damit endet der mittlerweile vierte Einsatz des NRW-Waldbrandmoduls voraussichtlich planmäßig am Sonntagmittag.
Nach ihrer Rückkehr werden Fahrzeuge und Ausrüstung in den kommenden Tagen umfassend aufbereitet, um für die bevorstehende Vegetationsbrandsaison und mögliche weitere Einsätze im In- und Ausland schnell wieder einsatzbereit zu sein.
red / Feuerwehr und Rettungsdienst Bonn











