Bonn/Region. Zum Schutz der stark belasteten Rheinbrücke Bonn-Nord werden am Mittwoch, 6. Mai, ab 10 Uhr drei sogenannte Weigh-in-Motion-Anlagen (WIM) auf den Autobahnen A565 und A555 schrittweise in Betrieb genommen. Das teilte die Autobahn GmbH des Bundes mit.
Die Anlagen erfassen das Gewicht von Lastkraftwagen während der Fahrt und sollen verhindern, dass Fahrzeuge über 7,5 Tonnen die Brücke weiterhin unerlaubt befahren.
Standorte der Anlagen
Installiert wurden die Systeme an folgenden Streckenabschnitten:
- auf der A565 in Fahrtrichtung Koblenz zwischen dem Autobahndreieck Bonn-Nordost und der Anschlussstelle Bonn-Beuel
- auf der A565 in Fahrtrichtung Siegburg zwischen der Anschlussstelle Bonn-Endenich und dem Autobahnkreuz Bonn-Nord
- auf der A555 in Fahrtrichtung Bonn zwischen der Anschlussstelle Bornheim und dem Autobahnkreuz Bonn-Nord
So funktionieren die WIM-Systeme
Die neue Technik ermöglicht eine Kontrolle des Lkw-Verkehrs ohne Anhalten:
- Lkw werden während der Fahrt gewogen
- Fahrzeuge über 7,5 Tonnen werden automatisch erkannt
- Kameras erfassen die Kennzeichen
- Betroffene Fahrzeuge werden über digitale Hinweistafeln zum Verlassen der Strecke aufgefordert
Durch die Kombination aus Gewichtsmessung und Kennzeichenerfassung soll das bestehende Fahrverbot deutlich konsequenter durchgesetzt werden.
Schutz vor weiterer Schädigung
Hintergrund der Maßnahme ist der Zustand der Rheinbrücke Bonn-Nord. Bereits Anfang Februar wurde dort ein Fahrverbot für Lkw über 7,5 Tonnen verhängt, um die Brücke zu entlasten. Dennoch wurden weiterhin Verstöße festgestellt.
Mit den neuen WIM-Anlagen sollen diese künftig wirksam unterbunden werden. Ziel ist es, die Brücke für den übrigen Verkehr offen zu halten und eine vollständige Sperrung zu vermeiden.
Die Autobahn GmbH sieht in der Maßnahme einen wichtigen Schritt, um die Verkehrssicherheit zu erhöhen und die Infrastruktur in der Region langfristig zu sichern.











