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In 10 Sekunden Bürgermeister werden – Gedanken nach einem halben Jahr Bürgermeisterwahl

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Bad Honnef | Die Zeit ist reif für einen neuen Bürgermeister – und für eine wahlplakatlose City. Langsam wissen Bürgerinnen und Bürger, wer wer ist und was wer will. Dem einen gehts um Bad Honnef, der andere will der Stadt dienen. Beiden ist klar: “Ohne Geld geht nichts.”

Also weiter Stillstand. Wenn auch vermehrt Förderanträge gestellt werden sollten – das erste Geld wird nicht vor zwei Jahren in der Stadtkasse verbucht sein. Von kleinen Beträgen abgesehen.

Andererseits: Wen interessiert das in Bad Honnef eigentlich? Reiche gibts hier zu Hauf, über die Armen spricht man nicht und der Kapitalismus ist sowieso bald am Ende. Sparen wird nicht mehr belohnt, sondern das Geldausgeben – mit möglichst hohem Risiko. Das hat hier keiner der Kandidaten auf dem Plan.

Muss er auch nicht. Mehr öffentliches Geld hat Reiche bisher immer reicher gemacht, aber das In-Aussicht-Stellen keine Wahlen entschieden. Ebenso unbedeutend scheinen Sachargumente zu sein. Studien über Wahlentscheidungen kommen häufig immer zu dem Ergebnis, dass der erste Eindruck zählt und der entsteht innerhalb der ersten zehn Sekunden. Mit anderen Worten: Gewinnt innerhalb dieser Zeitspanne ein Kandidat das Herz des Wählers, wird er auch für sachkompetent gehalten. Das Kreuz ist sicher.

Wenn man unter diesen Aspekten auf Bad Honnef guckt, ist es eigentlich kein Wunder, dass Otto Neuhoff einen solch grandiosen Wahlsieg errungen hat – er war einfach präsenter, öfter bei den Menschen, mehr vor Ort.

Zwar hat er auf Hausbesuche verzichtet, ist aber in den Dialog mit dem Gemeinwesen eingetreten. Und damit hat er viel mehr Bürgerinnen und Bürger erreicht, als seine Konkurrenten; anders gesagt stand er öfter leibhaftig vor vielen Wählerinnen und Wählern. Die Mehrheit von ihnen hat sich offensichtlich innerhalb der ersten zehn Sekunden für Neuhoff entschieden. War ja auch zu diesem Zeitpunkt kein anderer da.

Geht es nach den Wahrscheinlichkeitstheoretikern, lässt Neuhoff Sonntag die Sektkorken knallen. Skeptiker hingegen verweisen auf das Oktober-Wunder 2004. Damals bezwang “Wally” Feiden in der Stichwahl Peter Brassel, nachdem der im ersten Wahlgang zehn Prozent mehr erzielt hatte.

Walburga rechnete sich damals selbst keine Chancen aus – Leiwig heute schon. Obwohl die CDU keine Wahlaussage für eine GroKo treffen will. Taktik. Würde sie sich für Leiwig ausprechen, müsste Leiwig gewinnen, ansonsten haftete der CDU erneut das Verlierer-Image an. So kann sie abwarten und sich immer noch für eine Kooperation aussprechen – die Sozis wären nicht abgeneigt.

Jedenfalls ist schwer vorstellbar, dass sich die deutlich stärkste Fraktion im Stadtrat als Stimmenzuliefer versteht. Ein wiedererstarkter Profittlich, ein aufstrebender Tamoj, Wahlkreisgewinner Wolff – bliebe die Frage, wohin Frau Kansy steuert. Kansy, aber will sie – jetzt mehr? Sechs Jahre werden die Wölffe nicht brav ihren Ranzen packen und artig ihr Pausenbrot essen. Auch nicht unter einem anderen Rudelanführer.

Nur eine hohe Wahlbeteiligung garantiert einen stabilen Stadtrat

Ein mögliches Nachwahl-Fiasko können allein die Wählerinnen und Wähler verhindern. Nur wenn der neue Bürgermeister die Macht des Volkes im Rücken hat, ist ein labiler Rat zu stabilisieren. Dann wird sich niemand trauen, unter dem Wappen der Stadt für seine Machtinteressen und gegen den Bürgerwillen zu stimmen.

Interessant ist es deshalb, wie hoch der Anteil der Jungen sein wird. Denn die könnten die Ergebnis-Diagramme noch mal so richtig in Bewegung bringen.

Jugendliche erreicht man am besten mit spannenden Ideen, Begeisterung, Visionen und nicht mit realpolitischen Aussagen wie “Wir müssen erst den Haushalt in Ordnung bringen”. Davon war und ist bei allen Kandidaten wenig zu spüren.

Das mag erklären, warum bei der Sibi-Veranstaltung kaum Jungwähler vertreten waren und viele Stuhlreihen unbesetzt blieben. Das kann eine Erklärung sein, wenn am Wahltag unter 50 Prozent der Wahlberechtigten an die Wahlurne treten – eine Demokratie-Katastrophe. Bad Honnef bekäme einen Minderheiten-Bürgermeister.

Am Sonntagabend ab 18:30 Uhr, werden die Ergebnisse der Stichwahlen zur Wahl des Bürgermeisters der Stadt Bad Honnef und des Landrates des Rhein-Sieg-Kreises im Foyer des Rathauses, Rathausplatz 1, präsentiert. Gleichzeitig sind die Ergebnisse im Internet hier abrufbar.

Wer mehr will, schaut nach 18 Uhr am Markt vorbei. Dort soll unter beiden Bürgermeisterkandidaten in der Zukunft mehr gefeiert werden.

 

Honnef heute fragt erneut: Wer wird Bürgermeister in Bad Honnef? Bei der ersten Befragung lag Honnef heute mit dem Ergebnis nicht nur im Trend richtig, sondern auch in der Reihenfolge der Kandidaten.

Hier können Sie erneut abstimmen.

 

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Bad Honnef

Sibi gewinnt Deutschlandfinale von Business@school

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Das Siegerteam bei der Preisverleihung - Tim Stauf, Rebekka Ballering, Helene Balles, Joanna Baumann, Julius Langenbach und Dr. Andreas Dinger von BCG (v.l.n.r.) | Foto: Sibi

Bad Honnef-Rommersdorf. Das Team des Siebengebirgsgymnasiums Bad Honnef hat mit seiner Geschäftsidee „GrasSwipe“ den von der Boston Consulting Group BCG zum zwanzigsten Mal organisierten Wirtschaftswettbewerb für Schüler gewonnen. Joanna Baumann, Rebekka Ballering, Helene Balles, Julius Langenbach und Tim Stauf (alle 17) überzeugten die hochkarätig besetzte Wirtschaftsjury mit ihrer ausgereiften Geschäftsidee, umweltfreundliches Toilettenpapier aus Gras herzustellen.

Nach dem lokalen und regionalen Wettbewerb entschieden die Honnefer nun auch zunächst die mit neun Teams aus ganz Deutschland besetzte Vorrunde des bundesweiten Finales in München für sich. In der Endrunde traten sie dann gegen die Sieger der drei Vorrunden an und gewannen mit einer fundierten Präsentation überzeugend den Wettbewerb.

Die Sibischüler wurden ein Jahr lang in dem Projektkurs „Wirtschaft“ intensiv auch durch den ehemaligen SIBI-Schüler und Marco Vietinghoff und Teilnehmer des Vorjahres betreut. Das Projekt wird am Sibi zudem durch die Hans-Trappen-Stiftung und den Verein Ökonomie im Unterreicht e.V. unterstützt.

An dem Wettbewerb nehmen jährlich ca. 90 Schulen aus dem Bundesgebiet und dem angrenzenden Ausland teil. Ziel ist es, Schülern Wirtschaftsthemen praxisnah zu vermitteln: In drei Phasen lernen die Jugendlichen anhand konkreter Beispiele, Unternehmen zu analysieren, Markt und Wettbewerb zu verstehen und eine eigene Geschäftsidee inklusive Businessplan zu entwickeln. Das Siebengebirgsgymnasium Bad Honnef nimmt seit 15 Jahren regelmäßig an Business@school teil und konnte mehrfach schon den Regionalentscheid, noch nie aber das Finale in München gewinnen. (G.P.)

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Bad Honnef

Freizeitbad Grafenwerth: Wettbewerbe im Turmspringen und Balancieren

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Bad Honnef. Im Freizeitbad auf der Insel Grafenwerth finden am Sonntag, 24.06.2018, ab 12:00 Uhr Wettbewerbe im Turmspringen statt. Im „Arschbomben-Wettbewerb“ werden Siegerinnen und Sieger ermittelt. Geschicklichkeit und Akrobatik können auf der neuen Waterline gezeigt werden.

Teilnehmende sollten mindestens 14 Jahre alt sein. Tipps und Tricks gibt es von Profispringern des SV Neptun Aachen Benedikt Donay und Alexander Lube. Die Moderation übernimmt Chris Fuhrmann, die ehemalige Stimme der Dragons. (C.P.)

 

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Sport

Erster Neuzugang: Joe Mvuezolo Junior jetzt ein Dragon

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Joe Mvuezolo Junior

Bad Honnef. Mit Forward Joe Mvuezolo Junior präsentieren die Dragons Rhöndorf ihren ersten Neuzugang für die kommende ProB-Saison 2018/2019. Der 22 Jahre alte Brite kommt von der renommierten Montana State University, Mitglied einer der Top-Divisionen der nordamerikanischen College-Liga NCAA.

„Mit Joe bekommen wir nicht nur einen äußerst athletischen Spieler mit gleichzeitig gutem Wurf, sondern vor allem auch einen Spieler, der darauf brennt, im professionellen Basketball Fuß zu fassen, und bereit ist dafür viel zu investieren”, so Headcoach Thomas Adelt.

Der 1,98 Meter große Spieler, der von der U16 bis zur U20 sämtliche britischen Nationalmannschaften durchlaufen hat, soll ein wichtiger Faktor des neuen Drachen-Teams sein. Adelt: „Wir haben viel Arbeit investiert, um einen Spieler wie Joe zu finden.”

In seinem Senior-Jahr im Team der Bobcats kam der gebürtig aus London stammende vielseitige Flügelspieler in insgesamt 32 Spielen zum Einsatz. Er konnte 2017/2018 im Team von Headcoach Brian Fish bei 21 Minuten Einsatzzeit pro Partie durchschnittlich 7,8 Punkte und 3,4 Rebounds verbuchen.

Profil
Name: Joe Mvuezolo Junior
Position: Forward
Geburtstag: 06.01.1996
Größe: 1,98 Meter
Nationalität: britisch
Letzte Station: Montana State University (NCAA I)

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