Bonn. Nach neun Jahren Sanierungszeit kehrt das Beethovenfest Bonn im Herbst 2026 an seinen angestammten Ort zurück: Die Beethovenhalle Bonn wird vom 3. September bis 3. Oktober wieder zur zentralen Spielstätte des renommierten Festivals. Unter dem Motto „Nach Hause/Daheim“ soll die traditionsreiche Halle nicht nur als Konzertsaal, sondern als offener Begegnungsort neu erlebbar werden. Auch in Bad Honnef finden im Adenauerhaus und im Kursaal Veranstaltungen statt.
Rückkehr mit Signalwirkung
Für Intendant Steven Walter steht das diesjährige Motto für mehr als nur die Rückkehr an einen vertrauten Ort. Es gehe um Offenheit, Gastfreundschaft und den Austausch zwischen Generationen und Kulturen. Das Festival verstehe sich als Gastgeber für die Stadtgesellschaft ebenso wie für internationale Gäste.
Mit rund 80 Konzerten und etwa 40.000 verfügbaren Tickets startet das Beethovenfest in den Vorverkauf. Neben der Beethovenhalle werden weitere 25 Spielstätten in Bonn und dem Rhein-Sieg-Kreis bespielt. Ergänzt wird das Programm durch zahlreiche Vermittlungs- und Outreach-Angebote.
Hochkarätige Orchester und Solist:innen
Den Auftakt am 4. September gestaltet das London Symphony Orchestra mit Werken von Beethoven und Bruckner. Am Folgetag steht ein weiteres Konzert mit der Violinistin Vilde Frang auf dem Programm.
Zu den weiteren Höhepunkten zählen Auftritte des Tonhalle-Orchester Zürich unter der Leitung von Paavo Järvi mit der Geigerin Bomsori Kim sowie Konzerte der Residenzkünstlerin Lisa Batiashvili, unter anderem mit der Dresdner Philharmonie.
Den Abschluss bildet am 3. Oktober das BBC Philharmonic Orchestra unter der Leitung von Anja Bihlmaier mit Brahms’ „Deutschem Requiem“.
Veranstaltungen in Bad Honnef
Auch in Bad Honnef finden Veranstaltungen statt: am 13. September das „Offene Denkmal mit Musik“ (Kammermusik, Open Air) um 11.30 Uhr, Adenauerhaus, Rhöndorf, und am 26. September Beethoven-Streichquartett-Zyklus II um 19.30 Uhr, Kursaal Bad Honnef.
Beethoven im Fokus
Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf zwei großen Werkzyklen. Pianist Kit Armstrong und Dirigent Jan Caeyers präsentieren gemeinsam mit Le Concert Olympique den Auftakt ihres Projekts „Beethoven27“. Parallel dazu widmet sich das Quatuor Ébène in einer Residenz den Streichquartetten Beethovens.
Diskurs und neue Perspektiven
Neben der Musik setzt das Festival auf gesellschaftlichen Diskurs. Themen wie Flucht, Exil, Obdachlosigkeit und Gastfreundschaft stehen im Mittelpunkt von Gesprächen und Vorträgen. Zu den Gästen zählen unter anderem Alice Hasters, die belarussische Oppositionelle Maria Kalesnikava, Schauspielerin Annette Frier sowie der Pianist Aeham Ahmad.
Festival Salon öffnet die Türen
Mit dem „Festival Salon“ im Südfoyer der Beethovenhalle entsteht ein frei zugänglicher Treffpunkt für alle. Ohne Ticket können Besucher:innen hier an Formaten wie „Meet the Artist“, offenen Bühnen oder Mitsingaktionen teilnehmen. Auch eine interaktive Installation der UNO-Flüchtlingshilfe lädt zur Auseinandersetzung mit persönlichen Geschichten von Flucht und Ankommen ein.
Tickets und Informationen
Der Vorverkauf für das Beethovenfest Bonn 2026 hat am 1. Mai begonnen. Das vollständige Programm sowie weitere Informationen sind online abrufbar.












