Bad Honnef

CDU will keine Empfehlung für Stichwahl geben

Sebastian Wolff
Sebastian Wolff

Bad Honnef | Alle Türen offen halten will sich offensichtlich die CDU. Während Gerüchten zufolge hinter den Kulissen an einer schwarz/roten Zusammenarbeit unter Führung eines Bürgermeisters Guido Leiwig gebastelt werden soll, erklärt heute Parteichef Sebastian Wolff für den CDU-Vorstand, dass der eine Wahlempfehlung für die Stichwahl für “unangemessen hält”.

Die CDU sei “vorbehaltlos bereit zur Kooperation mit dem künftigen ‘ersten Bürger der Stadt'”. Die Partei wolle nicht das “Zünglein an der Waage” sein, da allein der Wählerwille gefragt sei. Den wolle die Union vorbehaltlos respektieren.

Ob der gescheiterte Bürgermeisterkandidat Sebastian Wolff persönliche Konsequenzen aus seiner Niederlage zieht, ist vorerst nicht zu erwarten. Es sei zu schwierig, die richtigen Schlüsse zu ziehen, heißt es heute in einer Presseerklärung. Zu unterschiedlich seien die Wahlergebnisse des “Super-Wahlsonntages” gewesen. Dabei berücksicht die Bad Honnefer CDU auch das “solide Europawahlergebnis”, das unter “schwierigsten Bedingungen” erreicht worden sei und zu dem die Bad Honnefer CDU “im Rahmen der Erwartungen” beigetragen habe.

Das Ergebnis der Bürgermeisterwahl sei “völlig enttäuschend”, dass Sebastian Wollf nur Dritter wurde, sei von niemandem erwartet worden. Sorgfältige Analysen seien noch “anzusetzen”, zu einer außerordentlichen Mitgliederversammlung sollen die Mitglieder eingeladen werden.

Bei allem Frust über das Ergebnis der Bürgermeisterwahl seien jedoch auch die Erfolge zu würdigen. So habe die CDU Bad Honnef außer bei der Europawahl auch bei der Landratswahl mit dafür gesorgt, Sebastian Schuster eine hervorragende Ausgangsposition für die Stichwahl am 15. Juni zu verschaffen. Die beiden Kreistagsabgeordneten Klaus Döhl und Jörg Erich Haselier hätten  ihr gutes Ergebnis von 2009 entgegen dem Trend sogar noch leicht verbessern können und würden unangefochten als Wahlkreissieger ins Siegburger Kreishaus einziehen.

Bei der Wahl zum Stadtrat sei die CDU in 14 von 16 Stimmbezirken als Gewinnerin hervorgegangen. Dieses Ergebnis sieht der Vorstand als Aufforderung der Bürger an, das Wohl der Stadt maßgeblich mit zu bestimmen.

Unabhängig vom Ausgang der Stichwahl wolle die Partei den Wählerwillen beachten und auf der Grundlage des CDU Wahlprogramms dem neuen Bürgermeister eine faire Zusammenarbeit anbieten.

 

 

 

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  1. Ich weiß nicht, woher Honnef heute, seine Informationen zu angedachten Koalitionen hat. Ich kenne nur die Beratungen innerhalb des CDU Vorstandes und die waren eindeutig:Im Vordergrund stehen die für Bad Honnef wichtigen Sachfragen und unsere Vorstellungen, wie sie zu lösen sind. Mit wem,ist zweitrangig und gegenwärtig nicht einmal im Ansatz festzustellen. Das gilt auch für den Bürgermeister. Es wäre in dieser Situation töricht, einem Kandidaten den Vorzug zu geben um später festzustellen, dass es der andere wird. Wir müssen und wollen mit dem Bürgermeister unsere Ziele umsetzen, den Bad Honnef wählt. Jetzt hat alleine der Wähler das Wort.
    Hansjörg Tamoj

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