Bad Honnef – Der Rat der Stadt Bad Honnef sollte am 3.7.2025 über eine umfassende Erweiterung des Bewohnerparkens im Talbereich entscheiden. Daraus wurde kurz vor der Wahl nichts. Nun findet am 21. Mai 2026 um 18:00 Uhr im Ratssaal zunächst eine Bürgerinformationsveranstaltung statt.
Betroffen sind vor allem die Ortsteile Selhof und Rhöndorf, wo Anwohner seit Jahren über zunehmenden Parkdruck klagen. Ursache seien nach Angaben der Stadt vor allem Fremdparker, die öffentliche Stellplätze dauerhaft belegen.
Grundlage der Planungen ist ein Gutachten der IGEPA Verkehrstechnik GmbH, das Ende November 2024 vorgestellt wurde. Demnach sind viele Straßen in den betroffenen Bereichen zeitweise stark ausgelastet. Die Verwaltung schlägt deshalb mehrere neue Bewohnerparkzonen sowie zusätzliche Parkregelungen vor.
Erweiterung der bestehenden Zone S1
Die bereits bestehende Bewohnerparkzone S1 in Selhof soll deutlich erweitert werden. Künftig sollen folgende Straßen beziehungsweise Straßenabschnitte dazugehören:
- Selhofer Straße (zwischen Karlstraße und Schulstraße)
- Brückenstraße (zwischen Selhofer Straße und Ohbach)
- Schulstraße (im Bereich Selhofer Straße)
- Martinsweg
- Kucksteinstraße (zwischen Selhofer Straße und Menzenberger Straße)
Nach Einschätzung des Gutachtens seien die Auswirkungen auf angrenzende Straßen „gering und vertretbar“.
Neue Zone S2 geplant
Zusätzlich soll in Selhof eine neue Zone S2 eingerichtet werden. Um zu verhindern, dass sich der Parkdruck lediglich in benachbarte Straßen verlagert, soll der Parkplatz Kapellenstraße bewusst ausgenommen werden und weiterhin als Ausweichfläche dienen. Dort könnten künftig auch zwei Stellplätze für E-Carsharing entstehen.
Zur Zone S2 gehören:
- Beueler Straße
- Kapellenstraße
- Haardweg
- Selhofer Straße (zwischen Schulstraße und Brunnenstraße)
Weitere Bewohnerparkzone S3
Auch eine dritte Zone ist vorgesehen. In diesem Bereich rechnet die Stadt ebenfalls mit Verlagerungseffekten. Deshalb soll die Bewirtschaftung in der Brunnenstraße begrenzt werden, um weiterhin freie Stellplätze für Besucher und Ausweichverkehr bereitzuhalten.
Die Zone S3 umfasst:
- Schulstraße (zwischen Selhofer Straße und Menzenberger Straße)
- Grabenstraße
- Berliner Straße (zwischen Menzenberger Straße und Brunnenstraße)
- Menzenberger Straße (zwischen Schulstraße und Berliner Straße)
- Brunnenstraße (bis Höhe Hausnummer 68/35)
Gebührenpflicht auf dem Ziechesplatz
Auch in Rhöndorf sind Veränderungen geplant. Dort soll die neue Bewohnerparkzone R1 eingerichtet werden. Zudem plant die Verwaltung, auf dem Ziechesplatz künftig Parkgebühren zu erheben. Der Platz werde derzeit stark von Fremdparkern genutzt, heißt es in der Vorlage.
Als alternative Parkmöglichkeit für Besucher, Wanderer und Dauerparker soll zusätzlicher Parkraum „Am Domstein“ geschaffen werden. Die Gebührenpflicht auf dem Ziepchesplatz soll täglich zwischen 8 und 19 Uhr gelten.
Kosten und erwartete Einnahmen
Für die Umsetzung kalkuliert die Stadt mit einmaligen Kosten von rund 12.100 Euro: Parkscheinautomat Ziechesplatz: 7.100 Euro, Beschilderung der Bewohnerparkzonen: 5.000 Euro. Hinzu kommen jährliche Betriebskosten von etwa 500 Euro für den Automaten. Dem gegenüber stehen erwartete Einnahmen von: rund 20.000 Euro jährlich durch Parkgebühren, etwa 32.000 Euro jährlich durch Bewohnerparkausweise.












…peinliche Aktion für die Adenauer-Stadt….
Die Stadt schafft es ja schon jetzt nicht Falschparken zu unterbinden, z.B. in Spielstraßen. Und morgens muss die Polizei und das Ordnungsamt an der Schule stehen, um für die Sicherheit der Kinder zu sorgen. Es hilft nur eins: höhere Bußgelder und bessere Anreize für weniger Autos!
…und Kinder, die es schaffen, ohne Elterntaxi zu überleben…und Eltern, die ihre Kinder nicht bis ins Klassenzimmer fahren…
Die Gebührenpflicht und das Bewohnerparken in S3 ist doch nur entstanden durch ein Verschieben von (Anwohner)Parkplätzen von A nach B. Wenn in umlegenden Straßen kaum parken möglich ist oder verboten wird, für die die dort wohnhaft sind, kann es nur zur Parknot kommen. Das ist in S1 nicht anders passiert, wird auch in S2 und S3 nicht anders werden. Da hilft auch ein Anreiz auf Autos zu verzichten nicht, wenn man als Arbeitnehmer ohne eigene Mobilität kaum, gar nicht oder mit erheblichen (Arbeits)Zeitverlust zum Arbeitsplatz kommt.
…und wann wann bekommt die Rhöndorfer Strasse mal eine „Schlagloch-Kur“???????