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Leserpost: “… wir haben recht, nur die Bürger begreifen das nicht.”

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Grünflächen

Bad Honnef. Der Umgang von CDU und Bürgerblock mit dem Ergebnis des Bürgerbegehrens offenbart ein erstaunliches Demokratie-Verständnis. Anstatt die Bedenken der immerhin 4000 Bürger ernst zu nehmen, ignoriert man das Votum und fährt fort als wäre nichts gewesen.

Dass sich trotz der von der Verwaltung veranlassten Verlegung der Unterschriftensammlung in die Zeit der Sommerferien so viele Unterschriften sammeln ließen, ist ein deutlicher Hinweis, dass die Bürger nicht alles hinnehmen, was sich der Rat einfallen lässt. Doch statt auf Kommunikation setzen Bürgerblock und CDU auf ein beherztes „Weiter so“.

Besonders perfide ist die Argumentation des Bürgerblocks, mit der er von der Initiative verlangt, gleich einen Strauß von Lösungen für die städtischen Probleme zu liefern. Lieber Bürgerblock, dafür sind Sie gewählt worden, und Sie hatten genügend Zeit, die Probleme anzugehen. Es ist nicht die Aufgabe einer Initiative, der es um den Erhalt von Grünflächen geht, Lösungen für den Erhalt der Schulen, Kindergärten, und Infrastruktur zu liefern. Was dem Rat in den vergangenen Jahren nicht gelungen ist, wird eine Bürgerinitiative gewiss nicht schaffen.

Besonders ärgerlich ist aber die Argumentation des Bürgerblocks, der Initiative ging es um „Mein Wohl vor Allgemeinwohl“. Das ist nur vor dem Hintergrund zu verstehen, dass sich der Bürgerblock seine Pläne nicht durch Argumente durchkreuzen lassen will – frei nach dem Motto, wir haben recht, nur die Bürger begreifen das nicht. Das passt ins Bild, wie sich der „Bürger“block für die Interessen der Bürger einsetzt.

Walther Wuttke, Bad Honnef

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Bad Honnef

Leserpost: “Nein, uns geht es gerade ums Allgemeinwohl!”

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Stadtgarteninitiative

Betreff: Leserbrief zu Frau Kramer-Dißmann in Honnef heute vom 12.9.2018

Als Unterzeichnerin des Bürgerbegehrens bin ich in der Tat gegen etwas: gegen die Bebauung des nördlichen Stadtgartens. Ich bin aber nicht nur Neinsagerin, sondern sage gleichzeitig auch ja: zum Nutzungskonzept (“Nutzungsvorschläge für das nördliche Stadtgartengelände”), das die Bürgerinitiative (BI) als Diskussionsgrundlage erarbeitet und öffentlich vorgestellt hat.

Mir ist neu, dass die Politik von mir, Unterstützerin der BI, eine Antwort auf die Fragen zum Erhalt von Kitas und Schulen erwartet. Aber bitte, hier ist sie:

Die Frage der natürlichen Fluktuation spielt in der Zukunfts-Diskussion bisher überhaupt keine Rolle. Meine eigene Erfahrung macht jedoch deren Relevanz deutlich:
Ich war 34 Jahre lang an der Selhofer Martinusschule tätig. Damit überblicke ich mehr als eine Generation. In diesen Jahren entstanden auch etliche Neubaugebiete, bewohnt von Familien mit Kindern. Viele dieser Kinder besuchten unsere Schule. Wie es das Leben mit sich bringt: Die Kinder wurden groß, verließen das Elternhaus, die Eltern setzten sich kleiner, wechselten ins Heim, verließen diese Welt – Wohnraum wurde frei. Junge Familien zogen ein, viele Kinder besuchten … der Kreislauf begann von neuem, d.h. der Bestand wurde gewahrt.

Landrat Schuster hat in seinem GA-Interview vom August 2018 u.a. auf die Berücksichtigung dieser Fluktuation bei aller städtebaulichen Planung hingewiesen und ebenfalls einen Stopp des Flächenverbrauchs angemahnt.

Unterstellungen mit einem flotten Spruch wie “Mein Wohl vor Allgemeinwohl” kommen vielleicht gut an, sind aber keine seriöse Basis für Vertrauen bildende politische Arbeit. Zwar bin ich Anwohnerin der AvH-Straße, aber mein Wohl ist nun wirklich nicht der Grund, der mich hat unterschreiben lassen. Ich habe den längsten Teil meines Lebens hinter mir, und so könnte mir persönlich das Vernichten von Grünland herzlich egal sein. Nein, uns geht es gerade ums Allgemeinwohl! Nachzulesen ist das auf der Internetseite der BI und allen Links dort. Die Lektüre sei wärmstens empfohlen: https://bad-honnef-stadtgarten.org.

Elke Schiffers, Bad Honnef

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Leserpost

Leserbrief: Honnefer Stadtgarten: Grün erhalten

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Grünflächen

Zum Thema: Bebauung nördlicher Stadtgarten schickten Ingrid und Walther Wuttke folgenden Leserbrief an “Honnef heute”:

Konrad Adenauer, Ehrenbürger der Stadt Bad Honnef, war ein Politiker mit Weitblick, und deshalb begann er in den Jahren nach dem Ersten Weltkrieg mit dem Aufbau des Kölner Grüngürtels. Heute verfolgen seine Nachkommen Paul Bouwens-Adenauer und Dr. Patrick Adenauer diesen Gedanken in der Kölner Grünstiftung weiter.

Inzwischen hat sich der Gedanke, Städte mit Grün zu bereichern und so lebenswerter zu machen, bei Stadtplanern durchgesetzt – aber offensichtlich nicht in Bad Honnef, wo in den vergangenen Jahren bereits zahlreiche Grünflächen dem „Betongold“ geopfert wurden. Nun soll eine der letzten zusammenhängenden Grünflächen geopfert werden, um Wohnraum für junge Familien zu schaffen.

Der zurzeit noch verwilderte Stadtgarten, der alles andere als eine Brachfläche ist, wie es die Verwaltung darstellt, soll bebaut werden. Abgesehen davon, dass dieser Standort neben einer Bundesstraße, zwei Bahnlinien und Rhein allein schon aus Umweltgründen für junge Familien mit Kindern denkbar ungeeignet ist, trägt die Versiegelung einer weiteren Grünfläche im Stadtgebiet gewiss nicht zu einem lebenswerten Bad Honnef bei. Und auch die versprochene „verbürgte Lebensfreude“ wird sich an diesem Standort für die anvisierte Zielgruppe gewiss nicht einstellen, wenn sich Feinstaub und Treibhausgase ungefiltert in den Wohnungen entfalten.

Wenn man Neubürger anziehen will, gibt es andere Möglichkeiten, als bestehende Grünflächen wie den Stadtgarten oder den Hockeyplatz zu opfern. Doch dies bedeutet für die Verwaltung und Rat, dicke Bretter zu bohren, um zum Beispiel den seit rund 40 Jahren geplanten Bebauungsplan für Selhof Süd zu entwickeln und zu verwirklichen, für den bereits mit Millionen-Aufwand eine Entlastungsstraße gebaut wurde. Dort könnte sich dann in der Tat Lebensfreude – ob verbürgt oder nicht – einstellen.

Ingrid und Walther Wuttke
Spießgasse 9
53604 Bad Honnef

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Leserpost

Leserbrief: Ein “mieser Plan”

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Lieber Herr Bürgermeister, liebe Verantwortliche im Rat der Stadt Bad Honnef,

mit großer Verwunderung lese ich seit Wochen das Gezerre um die geplante Bebauung des Stadtparks. Es ist ein rundum mieser Plan, den Sie den Bürgern unserer Stadt und den künftigen Bewohnern der Siedlung zumuten:

1) Ansiedlung von Familien in einem Gebiet, dass durch drei Verkehrsadern (B 42, Bundesbahn, Straßenbahn) enorm von Lärm und Feinstaubimmissionen überflutet ist.

2) Zerstörung einer notwendigen “Grünreserve” für die Bürger der Stadt – eben auch für die unmittelbaren Anwohner – (wegen der Schädlichkeit durch Lärm und Feinstaub).

Auf jeden Fall unterstützen ich und meine Freunde und Bekannten die Bügerinitiative gegen die Bebauung.

Die Unterschriftenaktion läuft weiter – trotz des “Zeitknüppels”, den Sie den Initiatoren in den Weg gelegt haben.

Vor allem wünsche ich mir, dass die Hitze Ihre Köpfe nicht noch mehr “vernebelt” und zu unsinnigen Beschlüssen hinreißt.

Mit freundlichen Grüßen
Bürgerin Ursula Voll

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