Königswinter. Der Duft von frisch gebackenem Brot wird am Freitag, 7. August, wieder über das Gelände des Siebengebirgsmuseums ziehen. Ab etwa 14 Uhr wird dort der historische Steinbackofen angeheizt, in dem Konditormeister Martin Heimbach ab etwa 14.30 Uhr traditionelles Steinofenbrot backt.
Der Ofen selbst ist ein Stück Königswinterer Handwerksgeschichte. Über Jahrhunderte hinweg gehörte der Bau von Backöfen zu den bedeutenden Erwerbszweigen der Stadt. Die in Königswinter gefertigten Öfen wurden weit über das Rheinland hinaus bis nach Westfalen verkauft – vom einfachen Hausbackofen bis hin zu technisch anspruchsvollen gewerblichen Anlagen.
Das Siebengebirgsmuseum besitzt einen solchen historischen Backofen aus der Zeit um 1900. Er stammt von einem Bauernhof in Königswinter-Oberscheuren und wurde 2011 im eigens errichteten Backhaus des Museums originalgetreu wieder aufgebaut.
Bevor die ersten Brote in den Ofen kommen, muss dieser mehrere Stunden lang aufgeheizt werden. Diese Aufgabe übernimmt ein ehrenamtlicher Mitarbeiter des Museums. Besucherinnen und Besucher können den gesamten Ablauf vom Einheizen bis zum Backen aus nächster Nähe verfolgen und erleben, wie traditionelles Brot im Holzofen entsteht.
Wer ein frisches Steinofenbrot mit nach Hause nehmen möchte, sollte vorbestellen. Dies ist telefonisch unter 02223 3703 oder per E-Mail an info@siebengebirgsmuseum.de möglich. Die Brote können voraussichtlich ab etwa 15.30 Uhr abgeholt werden.
Die Veranstaltung verbindet lebendiges Handwerk mit regionaler Geschichte und bietet einen anschaulichen Einblick in eine jahrhundertealte Tradition, die Königswinter einst weit über die Region hinaus bekannt machte.










