Tierschutz Siebengebirge: Taubenteam mit tollen Ergebnissen

Erst belächelt, jetzt gefeiert - Nur noch 6 bis 8 Tauben im Bereich der Unterführung

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Taube Gerd

Bad Honnef – Zu Beginn ihrer ehrenamtlichen Tätigkeit wurden sie noch belächelt: die ehrenamtlichen Frauen des Tierschutz-Taubenteams. Zunächst starteten sie auf eigene Faust, bevor sie sich dem Tierschutzverein anschlossen.

Mittlerweile feiern die Frauen große Erfolge und haben durch ihr Engagmenet und ihre Hartnäckigkeit die Stadt und vor allem den Statteil Rhöndorf von einem Problem befreit. Denn die Tauben an der Rhöndorfer Unterführung hinterließen nicht nur Kot auf den Gehwegen, sondern viele waren auch krank und nicht selten lagen tote Tiere auf dem Boden oder in Nischen. Wichtiger aber: Viele Tauben konnten die Tierschützerinnen retten.

Zentrale Lösung war ein Bauwagen für Tauben. Auch gegen die Aufstellung des Wagens gab es zunächst Bedenken. Dann stellte die Stadt eine Fläche zur Verfügung und mit viel Eigenleistung wurde das neue Tauben-Zuhause eingerichtet.

Doch es gab weitere Komplikationen. So wurde eines Nachts das Gelände und der Bauwagen von Unbekannten verwüstet.

Nun freut sich das Taubenteam über einen weiteren Erfolg. Endlich ist es ihm gelungen, in Kooperation mit der Deutschen Bahn AG, die unzugänglichen Brutplätze am Rhöndorfer Bahnhof/Bad Honnef zu verschließen.

Am Treppenaufgang zum Bahngleis befand sich an der Decke eine Holzplatte, die nicht komplett angebracht worden war. Dort hatte sich ein Hohlraum gebildet, der von zwei Taubenpaaren als Brutplatz genutzt worden ist. Der Hohlraum war für die Tierschützer zum Eieraustausch unerreichbar und auch zu gefährlich.

Die Deutsche Bahn AG hat auf Bitte des Tierschutzvereins, diesen Hohlraum zu verschließen, reagiert und einen Dienstleister mit den notwendigen Arbeiten beauftragt. Die Holzplatte wurde entfernt und durch Metallplatten ersetzt – ohne Hohlraum. Das Taubenteam des Vereins ist mit vor Ort gewesen, um Küken zur weiteren Versorgung entgegenzunehmen: Aus dem Brutplatz wurden zwei Küken – Hanni und Nanni – und 6 Taubeneier herausgeholt.

Nun ist dieser Brutplatz verschlossen, was enorm wichtig für die weitere Arbeit bei der Umsiedlung der Stadttauben ist. Jedes Stadttaubenpaar legt ganzjährig 6-7 Gelege mit je 2 Eiern – dies bedeutet eine steigende Population von 12-14 Stadttauben pro Jahr. Im Hohlraum befanden sich zwei Taubenpaare, da ist es leicht hochzurechnen, wie schnell ein neuer Schwarm entsteht. An weitere Brutplätze kommen die ehrenamtlichen Tierschützer problemlos vor Ort mit der Leiter heran und tauschen bereits das ganze Jahr die Eier am Bahnhof aus.

Von ursprünglich ca. 40 Stadttauben, die am Rhöndorfer Bahnhof gelebt haben, befinden sich aktuell noch ungefähr 6-8 Tauben am alten Standort. Auch bei diesen verbliebenen Tieren bleibt nichts unversucht, diese ebenfalls in den Bauwagen/Taubenschlag des Vereins umzusiedeln. Zunächst ist jedoch sichergestellt, dass keine weiteren „Küken“ schlüpfen. Der Tierschutz Siebengebirge bedankt sich herzlich bei der Deutschen Bahn AG für die gute Zusammenarbeit!

Wer die Arbeit des Tierschutz Siebengebirge unterstützen möchte, kann dies mit einer Mitgliedschaft, Futter- und finanzielle Spenden und aktiver Mitarbeit tun. Auch ein Besuch der Vereins-Internetseite lohnt sich immer, denn dort erfahren Tierschutz-interessierte Menschen, was im Verein aktuell passiert, welche Tiere ein Zuhause suchen, welche wichtigen Termine anstehen, wo Hilfe dringend nötig ist: www.tierschutz-siebengebirge.de und www.facebook.com/TierschutzSiebengebirge

Videobeitrag Dezember 2020

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