Borkenkäferschäden: Engpass bei Wiederbewaldung zeichnet sich ab

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Neue Setzlinge werden knapp

Bad Honnef – In den letzten Jahren litten große Teile der deutschen Wälder unter dem Klimawandel. So richtete der Borkenkäfer große Schäden an, auf riesigen Flächen wurden betroffene Bäume entsorgt. Auch der Stadtwald in Bad Honnef verlor auf diese Weise zahlreiche Bäume. 

Ende März 2022 wurde nun die Neubepflanzung abgeschlossen. 94 ha Kahlschlagfläche wurde mit rund 48.500 neuen Bäumen wiederbewaldet.

Gut für Bad Honnef, dass der Wald im Handlungsraum des Naturschutzgroßprojektes Chance7 liegt. Das Förderprojekt des Rhein-Sieg-Kreises hatte unter anderem zum Ziel, den nachhaltigen Waldumbau hin zum Mischwald einzuleiten, erklärt der Geschäftsbereichsleiter Städtebau bei der Stadt Bad Honnef, Fabiano Pinto, in einer Vorlage für den Ausschuss für Umwelt, Mobilität, Klimaschutz und Wald, der am 28.4.2022 tagt. So habe man Fachwissen und Fördermittel zielgerichtet für Bad Honnefs Waldflächen einsetzen können. 9500 Bäume seien so durch Chance7 finanziert worden,  29.000 weitere Bäume habe die Stadtverwaltung bezahlt. Außerdem habe man Ausfälle in den letztjährigen Kulturen mit 10.000 Pflanzen ersetzt.

Nun aber werde es immer schwieriger, aufgrund der angespannten Marktlage Pflanzen zu bekommen, informiert Pinto. Weil die Fruchtbildung der Waldbäume im letzten Herbst zudem weitestgehend ausblieb, fehle den Baumschulen entsprechend das Saatgut. Pinto: „Für die weitere Wiederbewaldung der Kahlflächen im kommenden Winter zeichnet sich bereits aktuell ein Engpass bei der Pflanzware ab.“

Die Ausschusssitzung findet am 28.4. im Sitzungssaal des Rathauses statt und beginnt um 18 Uhr.

 

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