Zeitung berichtet über Inselverbot für Lehrerin

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Nonnenwerth – Was ist nur auf der Schwesterinsel von Grafenwerth los? Dort, wo seit fast 170 Jahren junge Menschen erzogen werden, scheint es seit dem Weggang der Nonnenwerther Schwestern keine gute „Elternstube“ mehr zu geben. Lehrer haben die Kündigung erhalten, Schulverträge werden aufgelöst, obwohl Elternschaft und Schulbetreiber am Verhandlungstisch sitzen (sollen).

Auf die Insel kommt schon lange nicht mehr jeder und die Fährzeiten sind stark reguliert. So musste sogar das Weihnachtskonzert an der Erlöserkirche in Bad Honnef veranstaltet werden, da ab 18 Uhr kein Inselverkehr mehr zugelassen wurde.

Nun berichtet heute die Rhein-Zeitung von einem spektakulären Vorfall: Einer langjährigen, erfolgreichen und beliebten Lehrerin soll auf Anweisung von Inselbesitzer Peter Soliman Hausverbot erteilt worden sein, obwohl er bis zum Ende des Schuljahres einen ordentlichen Ablauf garantiert hat. Und auf der Schulwebsite ist an zentraler Stelle zu lesen: „Reibungsloser Ablauf des Schuljahres soll unbedingt gewährleistet werden.“

Überbracht worden sei die Verbotsnachricht vom Facility-Manager, so die RZ. Einen Grund für die Maßnahme erfuhr die Zeitung nicht.

Die Bad Honnefer Bundestagsabgeordnete Nicole Westig brachte diesen Vorgang dermaßen auf die Palme, dass sie in einer Pressemeldung bei den Abläufen auf Nonnenwerth von einer neuen Eskalationsstufe schrieb – sollte die Information zutreffen.

Im Laufe des Tages berichteten Eltern von der Rücknahme des Hausverbots. Die betreffende Lehrerin habe Unterricht erteilt, Kinder machten sich Sorgen um sie.

Mittwoch, 19.1.2022, 18 Uhr, findet auf Einladung von Bad Honnefs Bürgermeister Otto Neuhoff ein runder Tisch zur Zukunft der Schule im Ratssaal statt.

 

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